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Ballack wehrt sich: Chelsea-Wechsel richtig

London (dpa) - 27.01.2007, 15:24 Uhr

Michael Ballack bereut seinen Wechsel nach London keinesfalls.
Michael Ballack bereut seinen Wechsel nach London keinesfalls.

Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack fühlt sich nach einem halben Jahr beim FC Chelsea trotz häufiger Kritik an seinen bisher gezeigten Leistungen gut integriert.

«Ich bin voll anerkannt und komme gut zurecht mit meinen Kollegen. Das ist es, was zählt», sagte der frühere Münchner in einem Interview mit dem «ARD- Hörfunk». Energisch wies der 30-Jährige Bemerkungen von Franz Beckenbauer zurück, der den Wechsel Ballacks zum englischen Fußball-Meister kürzlich als Fehler bezeichnet hatte. «Ich kann nur für mich sprechen. Ich habe die Herausforderung gesucht. Die habe ich hier gefunden. Für mich war es die absolut richtige Entscheidung.»

Ballack bestritt, von seinen Mitspielern nicht akzeptiert zu sein. Von Kritik aus den eigenen Reihen sei ihm nichts bekannt. Vielmehr würden von den Londoner Medien ständig Personaldiskussionen geführt. «Es ist jeden Tag was los beim FC Chelsea.» Anfang Januar war bekannt geworden, dass Didier Drogba und Claude Makelele nur mit Mühe davon abgehalten werden konnten, sich bei Trainer José Mourinho über das angeblich zu behäbige Spiel des Deutschen zu beschweren. Vergangene Woche hatte Ballack unfreiwillig für einen Lacher gesorgt, als ihm ein Freistoßzuspiel von Drogba durch die Beine kullerte.

Derweil gingen bei dem zuletzt nicht überzeugenden englischen Spitzenclub die öffentlich ausgetragenen Streitigkeiten weiter. Drogba beschwerte sich in einem Bericht des Boulevardblatts «The Sun» über Egoismus von Sturmpartner Andrej Schewtschenko. «Ich fühle von seiner Seite keinen Sinn für Zusammenarbeit», sagte der Stürmer von der Elfenbeinküste. Schewtschenko, wie Ballack im Sommer verpflichtet und bislang noch nicht in Bestform, müsse seinen Transfer mit eigenen Toren legitimieren, beschwerte sich Drogba.

Ballack sieht sein Potenzial mit drei Toren in 17 Spielen noch längst nicht ausgeschöpft. «Ich habe große Ziele», sagte er. Dennoch fühle er sich von Beckenbauer zu hart attackiert. Der Präsident des FC Bayern hatte Ballack indirekt als Fehleinkauf der Londoner bezeichnet, weil für ihn dort keine Position frei sei und er im Konkurrenzkampf mit Frank Lampard den Kürzeren ziehe. «Ich wollte keinen Sechsjahresvertrag bei den Bayern mehr unterschreiben», antwortet Ballack auf die Aussage des «Kaisers».


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