Straßenfußball Teil des WM-Programms 2010
Johannesburg (dpa) - 17.10.2006, 19:23 Uhr
Zuschauer beobachten ein Straßenfußball-Turnier.
Nach dem Erfolg der Straßenfußball-WM 2006 in Berlin wird das Ereignis erstmals offizieller Bestandtteil des FIFA-Programms bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. «Der FIFA-Präsident hat bestätigt, dass das Festival ein offizielles Element der 2010 FIFA-Weltmeisterschaft sein wird», erklärte der für soziale Begleitprogramme des Weltfußballverbands (FIFA) zuständige Mitarbeiter Federico Addiechi in Johannesburg. Auf dem vom Goethe-Institut organisierten Treffen betonte er, dass die sozialen Aspekte des Fußballs künftig gemeinsam mit dem globalen Netzwerk «streetfootballword» als strategischem Partner in der Bewegung «Football for Hope» gebündelt werden sollen. Sie soll die sozialen Projekte rund um den Fußball fördern. «Wir haben bereits 30 neue Projekte in Afrika gestartet», erklärte Addiechi.
Dem eigens dafür geschaffenen Büro stehe ein Budget in Höhe von 0,7 Prozent der FIFA-Einnahmen zur Verfügung. Die FIFA habe sich dabei an dem Wert orientiert, auf den sich die Industrieländer für ihre Entwicklungshilfe verpflichtet haben. Nach Addiechis Angaben liegt er bei «20 Millionen US-Dollar». Diese Ausgaben seien zusätzlich zu dem Budget für die Schaffung einer Sport-Infrastruktur in Afrika eingeplant, wie etwa dem Aufbau von Jugend-Ligen. Das Netzwerk «streetfootballword» bündelt weltweit die Aktivitäten von 80 Projekten und Initativen, die rund um den Fußball die soziale Entwicklung der Jugend oder der armen Landbevölkerung fördern wollen. Der Fußball wird dabei als Mittel zum Zweck angesehen, um etwa bei der Förderung von Werten wie Toleranz, Fairness und Respekt zu helfen. Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) hat über ihre Initiative «KickAids» in Südafrika auch bei der Aids-Aufklärung am Spielfeldrand gute Erfahrungen gemacht. «Fußball ist die Sprache, die jeder spricht«, erklärte Jürgen Griesbeck, der Geschäftsführer der Initiative. Nach seinen Worten stellt es für die FIFA einen neuen Schritt dar, gemeinsam mit seiner Initiative eine Bewegung rund um den Fußball ins Leben zu rufen.
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