Barça geht auf Distanz zur Konkurrenz
Barcelona (dpa) - 16.10.2006, 11:45 Uhr
Fußballstar Ronaldinho vom FC Barcelona jubelt nach einem Treffer gegen Sevilla.
Mit einem 3:1-Sieg über den FC Sevilla hat der spanische Fußballmeister FC Barcelona Revanche für seine 0:3-Schlappe im Finale des europäischen Supercups genommen. Zugleich bauten die Katalanen an der Spitze der Primera División den Vorsprung aus, da die Titelrivalen FC Valencia (2:3 bei Celta de Vigo) und Real Madrid (0:1 beim FC Getafe) verloren. Der Champions-League-Sieger hatte bei der Neuauflage des Supercupfinales gegen den UEFA-Pokal-Gewinner viel Mühe mit den spielstarken Sevillanern. Er verdankte seinen Sieg vor allem der Tatsache, dass der zuletzt formschwache Superstar Ronaldinho zu alter Treffsicherheit zurückfand. Der Brasilianer brachte den spanischen Meister in der 26. Minute per Elfmeter und zwölf Minuten später durch einen direkt verwandelten Freistoß zwei Mal in Führung. Zwischenzeitlich hatte Frederic Kanouté (36.) für Sevilla ausgeglichen. Der Argentinier Lionel Messi (80.) erzielte nach einer glänzenden Einzelleistung das 3:1. «Meine Spieler haben sich in einem sehr schweren Spiel behauptet», meinte Trainer Frank Rijkaard erleichtert. Sein Team muss in der Champions League beim FC Chelsea antreten und am nächsten Spieltag der spanischen Liga zum «Klassiker» bei Real Madrid.
Sevillas Trainer Juande Ramos haderte mit dem Schiedsrichter: «Wir waren mit Barça spielerisch gleichwertig, aber der Unparteiische hat uns nicht gewinnen lassen. Der Elfmeter für Barcelona war unberechtigt. Außerdem wurde uns ein regulärer Treffer aberkannt.» Überhaupt waren die Schiedsrichter die großen Verlierer des sechsten Spieltags in Spanien. Es gab insgesamt elf Platzverweise, von denen viele nach Ansicht der Presse unberechtigt waren. Real-Stürmer Ronaldo erhielt Gelb-Rot, weil er dem Referee gesagt hatte, er sei «phänomenal». Kapo von UD Levante wurde vom Platz gestellt, weil er laut Bericht des Unparteiischen «uo» gerufen hatte. Im Spiel Atlético Madrid gegen Recreativo de Huelva (2:1) übersah der Schiedsrichter, dass Sergio Agüero den Siegtreffer mit der Hand erzielt hatte. «Dies war der schwärzeste Spieltag für die Unparteiischen», schrieb das Sportblatt «Marca».
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