Rätsel um Innenverteidigung - Späte Fitnesstests
Frankfurt/Main (dpa) - 08.05.2006, 15:02 Uhr
Bastian Schweinsteiger wird Blut für einen Laktat-Test abgenommen.
Eine Woche vor Ablauf der Nominierungsfrist rätselt Bundestrainer Jürgen Klinsmann immer noch über die endgültige Besetzung der deutschen Innenverteidigung bei der Weltmeisterschaft. «Es ist noch nichts entschieden», verriet Klinsmanns Assistent Joachim Löw nach einem Fitnesstest von sechs WM-Kandidaten in Frankfurt am Main. Überraschend war der eigentlich bereits für die Junioren-Europameisterschaft (U 21) vorgesehene Lukas Sinkiewicz noch zu der Leistungsüberprüfung eingeladen worden, an der zudem die drei Schalker Fußball-Nationalspieler Fabian Ernst, Gerald Asamoah und Kevin Kuranyi sowie die beiden frisch gebackenen Münchner Meister Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm teilnahmen. Die Rückhol-Aktion von Sinkiewicz, der das letzte seiner erst drei Länderspiele vor mehr als einem halben Jahr in der Türkei (1:2) absolviert hatte, wollte Löw aber nicht in Zusammenhang mit möglicherweise gestiegenen WM-Chancen für den 20-jährigen Kölner einordnen. «Die Tests haben keinen Einfluss auf die Nominierung, sondern sind bedeutend für die weitere Trainingsgestaltung», unterstrich der Assistenzcoach. Offenbar will Klinsmann den letzten Bundesliga-Spieltag noch nutzen, um sein Bild über die Form der drei Kandidaten Sinkiewicz, Jens Nowotny (Leverkusen) und Manuel Friedrich (Mainz) abzurunden.
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Einer aus diesem Kreis wird neben Per Mertesacker (Hannover 96), Robert Huth (Chelsea London) und Christoph Metzelder (Borussia Dortmund) einen Platz im Aufgebot bekommen. Die sportliche Leitung werde «definitiv vier Innenverteidiger» berufen, kündigte Löw an. «Wir werden noch einige Gespräche führen», hatte Klinsmann bei seinem letzten Deutschland-Aufenthalt erklärt. Bis zur offiziellen Bekanntgabe der 23 Profis, die das DFB-Team im eigenen Land zum vierten WM-Titel bringen sollen, am 15. Mai in Berlin wolle er sich nicht mehr öffentlich äußern, übermittelte der Bundestrainer aus Kalifornien. Eine zweite Baustelle muss Klinsmann, der Ende der Woche aus den USA wieder einfliegt, im Angriff lösen. Dort wird er sich wohl zwischen Routinier Oliver Neuville und Zukunftshoffnung Mike Hanke entscheiden, der allerdings nach einer Roten Karte beim Confederations Cup für die ersten zwei WM-Spiele gesperrt sein wird. |