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Vom Spieler zum Funktionär: Ronaldo im WM-OK 2014

Rio de Janeiro (dpa) - 01.12.2011, 18:10 Uhr

Ronaldo ist in den Verwaltungsrat des OK der Fußball-WM 2014 berufen worden. Foto: Antonio Lacerda
Ronaldo ist in den Verwaltungsrat des OK der Fußball-WM 2014 berufen worden. Foto: Antonio Lacerda

Ein knappes halbes Jahr nach seinem letzten Länderspiel-Einsatz für Brasilien hat «Fenômeno» Ronaldo nun einen Vertrag als Topfunktionär für die Fußball-WM 2014.

Der 35-Jährige ist als Mitglied in den Verwaltungsrat des lokalen Organisationskomitees der Weltmeisterschaft in Brasilien (COL) berufen worden. Anders als vorherige Medienberichte vermuten ließen, wird er aber nicht Präsident des Gremiums. Diesen Posten wird der Chef des brasilianischen Fußballverbandes CBF, Ricardo Teixeira, weiter in Personalunion ausüben.

Teixeira selbst verkündete in Rio die Berufung des Doppel-Weltmeisters (1994, 2002) und dreimaligen Weltfußballers. Ronaldo sei ein Idol des brasilianischen Volkes und die «perfekte Stimme» für die WM 2014, sagte der CBF-Boss, der sich seit Jahren gegen Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Affäre um die Sportmarketingfirma ISL wehren muss. Der seit 1989 amtierende Teixeira hatte Ronaldo in diesem Jahr als «besten Spieler in der brasilianischen Nationalmannschaft in meiner Amtszeit» bezeichnet.

«O Fenômeno» tritt mit dem Job zumindest teilweise in die Spuren von Michel Platini und Franz Beckenbauer, die 1998 in Frankreich beziehungsweise 2006 in Deutschland, das WM-Organisationskomitee als Präsidenten geführt hatten. «Ronaldo Luís Nazário de Lima» beendete erst im Februar seine aktive Club-Karriere bei Corinthians und trug im Juni das letzte Mal das Nationaltrikot der Seleção gegen Rumänien. Er wolle dazu beitragen, dass das brasilianische Volk stolz auf die «Copa 2014» sein könne. «Ohne Zweifel werde ich als Stimme des Komitees arbeiten.»

Dem Verwaltungsrat gehören drei Personen an. Neben Ronaldo und Teixeira noch ein drittes Mitglied, das bisher noch nicht feststeht. Die Arbeit bei seiner Sportmarketingfirma «9ine» will er nicht ruhen lassen, da er keinen Interessens-Konflikt sehe. Ronaldo spielte in seiner aktiven Karriere für den PSV Eindhoven, FC Barcelona, Inter Mailand, Real Madrid und AC Mailand. Er trug sich in Spanien und den Niederlanden als Liga-Torschützenkönig in die Annalen ein und ist mit 15 Toren auch WM-Rekordtorschütze.


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