Nach Toren von Eren Derdiyok (6.), Sidney Sam (12.) und Andre Schürrle (49.) schien auch Vizemeister Leverkusen auf einen klaren Sieg in Dresden zuzusteuern. Aber der Zweitliga-Aufsteiger stemmte sich gegen die drohende Abfuhr und schaffte das schier Unmögliche: Sebastian Schuppan (68.) und Robert Koch (70./86.) erzwangen mit dem Treffern zum 3:3 die Verlängerung. Alexander Schnetzler (117.) sorgte für die Entscheidung im Rudolf-Harbig-Stadion. «Ich bin ein bisschen sprachlos und komme mir vor wie im falschen Film», sagte Bayers Stefan Kießling, der beim Stand von 3:0 eingewechselt wurde. Der deutsche Meister aus Dortmund setzte sein beispielhaftes Kombinationsspiel aus der letzten Saison auch in der neuen Spielzeit in Teilen fort: Einen feinen Pass des wiedergenesenen Shinji Kagawa verwandelte Robert Lewandowski (10.) zur Führung. Noch sehenswerter war dann Kagawas 2:0 (56.) - ein Doppelpass, ein exzellenter Heber über den chancenlosen Keeper, ein Tor. In der Schlussminute legte Lewandowski das 3:0 nach. Lange bangen musste der HSV bei Oberligist Oldenburg, ehe Mladen Petric (72.) das erlösende 2:1 gelang. Sebastian Ferrulli hatte für die Amateure zum Ausgleich getroffen (34.), nachdem Heiko Westermann (26.) per Kopf das 1:0 für den Favoriten gelungen war. In Oberhausen egalisierte Augsburgs Paul Verhaegh (31.) die Führung der Gastgeber durch Christopher Kullmann (24.), der einen bösen Schnitzer von Verteidiger Uwe Möhrle prompt ausgenutzt hatte. Der Bundesliga-Neuling aus Schwaben kam im Anschluss kaum einmal zu klaren Chancen, erst in der 120. Minute erlöste Jonas de Roeck seinen Club per Kopf mit dem Treffer zum 2:1-Endstand. Fünftligist Dynamo Berlin durfte gegen Kaiserslautern nur kurz von einer Cup-Sensation träumen. Mit Treffern von Ivo Ilicevic (18.) und Christian Tiffert (23.) nahmen die Pfälzer frühzeitig Kurs auf die 2. Runde. Thanos Petsos (50.) besorgte den Endstand. Überschattet wurde die Partie von schweren Fan-Ausschreitungen im Anschluss, die nach Polizeiangaben mindestens zehn Festnahmen zufolge hatten. Zwei verletzte Beamte mussten ins Krankenhaus. Nürnbergs Neuzugang Markus Feulner befreite den «Club» bei Zweitliga-Absteiger Bielefeld von allen Sorgen. Nachdem Tim Jerat (15.) die Ostwestfalen in Führung gebracht hatte, drehte er mit drei Treffern innerhalb von 13 Minuten (26./35./39.) die Partie. Robert Mak (64.) und Thomas Pekhart (71.) besorgten den Rest.
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