Die Vertragsverlängerung mit Bundestrainerin Silvia Neid bis 2016 ist nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes korrekt abgelaufen.
Zwar bestätigte der DFB einen Bericht des Nachrichtenmagazins «Focus», dass die am 21. Juni auf einer Pressekonferenz in Berlin verkündete Ausweitung des Kontrakts erst drei Tage später auf der Präsidiumssitzung verabschiedet worden sei. Aber so sei es «auch in anderen Fällen gängige Praxis und ein ganz normaler Vorgang», sagte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker der Nachrichtenagentur dpa.
«Selbstverständlich wurden auch in diesem Fall die Wege eingehalten. Schatzmeister Horst R. Schmidt, die zuständige Vize-Präsidentin Hannelore Ratzeburg und Generalsekretär Wolfgang Niersbach waren von Anfang an eingebunden. Danach wurde das Thema ins Präsidium gebracht», sagte Köttker. Von einem Alleingang des DFB-Präsidenten Theo Zwanziger könne keine Rede sein.
Der 66-Jährige habe die Vertragsverlängerung mit Neid um weitere drei Jahre zuvor mit den genannten Präsidiumsmitgliedern abgestimmt. Der formale Beschluss erfolgte dann einstimmig auf der Sitzung des Gremiums am 24. Juni, zwei Tage vor dem Eröffnungsspiel der Frauen-WM in Berlin. DFB-Vizepräsident Hermann Korfmacher bestätigte dies am Sonntag. «Ich fühlte mich nicht übergangen», sagte der Präsident des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes (WFLV).