Der ehemalige DFB-Kapitän und Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der in Kalifornien lebt, macht sein Versprechen wahr, «allerspätestens» das Finale der Frauen-WM im Stadion mitzuverfolgen. «Ich stehe dem total positiv gegenüber», hatte der Schwabe kürzlich zum Thema Frauenfußball betont. Seine Tochter Leila (9) kickt selbst. Allerdings war Klinsmanns Traumfinale USA gegen Deutschland. Der für Sport zuständige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich wird beim Spiel um Platz drei in Sinsheim am Samstag erwartet, wenn Frankreich auf Schweden trifft. Dort soll er die Medaillen übergeben. Für Sonntag hat Friedrich einen klaren persönlichen Favoriten: «Ich bin ja ein großer Fan auch der amerikanischen Mannschaft. Nachdem die Deutschen ausgeschieden sind, habe ich sie sozusagen zu meinen neuen Lieblingen erkoren. Insofern bin ich nicht so ganz neutral, wenn ich da am Sonntag zuschaue.» Aus der Politprominenz wird Grünen-Chefin Claudia Roth wie schon beim Halbfinale in Frankfurt auf der Ehrentribüne mitfiebern. Ebenso Hessens sportbegeisterter Ministerpräsident Volker Bouffier und Hessens Innenminister Boris Rhein. Auch der US-Botschafter in Deutschland, Philip D. Murphy, als glühender Frauenfußball-Fan und sogar Mitbesitzer eines Teams und sein japanischer Kollege Takahiro Shinyo wollen ihren Nationalmannschaften die Daumen drücken. Michelle Obama, die laut OK-Chefin Steffi Jones auch mit einem Besuch geliebäugelt hatte, kommt nicht. «Michelle Obama ist zwar sehr fußballinteressiert, aber sie und ihr Mann werden nicht erscheinen», hatte US-Botschafter Murphy bereits am Donnerstag gesagt. Unklar war am Freitag noch, wer den WM-Pokal übergibt. FIFA-Präsident Blatter muss nach dem Korruptionsskandal in seinem Verband damit rechnen, von den über 48 000 Zuschauern ausgepfiffen zu werden. Jones sagte: «Ich würde mich freuen, wenn ich das machen dürfte.»
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