Bei Japanern steigt das Fußballfieber
Düsseldorf (dpa) - 15.07.2011, 14:23 Uhr
In Düsseldorf lebt Deutschlands größte Japaner-Gemeinde.
Vor dem Finale der Frauen-WM steigt das Fußballfieber auch bei in Deutschland lebenden Japanern. Viele von ihnen wollen die Partie Japan gegen die USA am Sonntag am Fernseher verfolgen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa an der Uni Düsseldorf ergab. In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt lebt Deutschlands größte Japaner-Gemeinde. Kaori Fujita glaubte schon zu Beginn des Turniers an den Finaleinzug der japanischen Frauen. Die Lektorin vom Institut für Modernes Japan hat beim Tippspiel mit Kollegen auf die «Nadeshiko» gesetzt - also auf die «Prachtnelke», wie das japanische Team auch genannt wird. «Der Tippverlierer muss einen Kuchen backen», erzählt Fujita.
Ihre Kollegin Mai Umezaki war skeptischer. Sie habe nicht damit gerechnet, dass die Japanerinnen so weit kommen. «Aber jetzt glaube ich daran, dass sie auch gewinnen werden», erzählt sie. Eigentlich interessiere sie sich nicht so sehr für Fußball, aber sie werde definitiv zu Hause mit ihrer Familie das Finale verfolgen. Der 27-jährigen Kota Fujiwara wurde erst durch das WM-Aus der deutschen Elf gegen Japan aufmerksam auf die Spiele. Bisher habe er sich nur für den Männerfußball interessiert, sagt der Student. Das Halbfinale gegen Schweden habe er sich dann aber doch angeschaut. «Die sind wirklich gut - ich glaube, sogar etwas besser als die japanischen Männer», meint Fujiwara nun über die Fußballerinnen. Falls er noch Karten für das offiziell bereits ausverkaufte Finale bekomme, wolle er nach Frankfurt ins Stadion.
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