Fußballerinnen grätschen nach dem Ball und rempeln ihre Gegnerinnen an - auch nicht gerade die feine Art. «Früher hätte eine Dame nie eine Sportart mit Körperkontakt betrieben», sagt Cachay. Doch: Auch der Damenfußball machte vor einigen Jahrzehnten mal von sich Reden. 1955 verbot der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Damenfußball, weil sich die Sportart für das weibliche Geschlecht nicht gehöre. Von Damen wird auch bei den gutbürgerlichen Sportarten Golf und Hockey gesprochen. Damen spielen zudem etwa Tischtennis oder gehen dem Eiskunstlauf nach. Und auch der deutsche Bob- und Schlittenverband nennt seine Athletinnen Damen, die sich kraftvoll und mutig den Eiskanal herunterstürzen. «Frauen oder Damen - das ist bei uns eine ewige Diskussion», sagt die Sprecherin des Verbands, Margit Dengler-Paar. Vor ein paar Jahren hätte sie auch mal Frauen und Männer geschrieben, eine internationale Vorschrift gebe es nicht. «Ich bin dann bei Damen und Herren geblieben, weil ich persönlich es einfach schöner finde.» Der deutsche Box-Sportverband spricht dagegen von Frauen, Frauen schwimmen auch oder rangeln beim Eishockey sowie Handball. Sportwissenschaftlerin Kugelmann würde den Begriff Dame im Profisport streichen. Sie findet den Ausdruck nicht mehr zeitgemäß. «Im Hochleistungssport geht es um Leistung und Geld. Es ist Arbeit, da gibt es keine Damen, weil man mit Damen etwas anderes assoziiert, etwas Schmückendes. Das ist doch Geschichte», meinte sie.
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