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Steffi Jones: WM-Cup übergeben «wäre schön»

Frankfurt/Main (dpa) - 14.07.2011, 15:12 Uhr

WM-OK-Präsidentin Steffi Jones macht einen prima Job.
WM-OK-Präsidentin Steffi Jones macht einen prima Job.

Bei der Eröffnungsfeier durfte Steffi Jones in Berlin zusammen mit Bundespräsident Christian Wulff auf den Rasen und sich feiern lassen. Nach dem Finale in ihrer Heimatstadt Frankfurt würde sie gerne den Weltmeisterinnen den Pokal überreichen.

«Das wäre schön. Ich würde mich freuen, wenn ich das machen dürfte», sagt die Präsidentin des WM-Organisationskomitees. Für die 38-Jährige geht am Sonntag ein aufregender Lebensabschnitt zu Ende. Dreieinhalb Jahre lang wirbelte Jones im Auftrag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der die 111-fache Nationalspielerin einst zur OK-Chefin gemacht hatte. Dass sie bei der WM sogar öffentlich vom Staatsoberhaupt gelobt wurde, macht Jones «sehr, sehr stolz, weil ich und unser OK-Team ja auch sehr viele Kritiker hatten in meiner Anfangszeit. Ich musste mir vieles hart erarbeiten.»

Unzählige Medienauftritte haben Jones zum «Gesicht der WM» gemacht und zu einer sicheren Rednerin. Langsam ist die frühere Abwehrchefin der Nationalmannschaft etwas von der Terminhatz geschafft. Am 21. Juli geht's endlich in den Urlaub, Ende August stehen noch «Aufräumarbeiten» an und am 1. September tritt sie ihr neues Amt als erste Direktorin für Mädchen- und Frauenfußball beim DFB an.

Kurz vor dem Abpfiff von «2011 von seiner schönsten Seite» zieht Jones zufrieden Bilanz - auch wenn sie beim frühen Ausscheiden der deutschen Mannschaft Tränen vergossen hatte. «Wir haben tolle Spiele, spannende Spiele. Es ist schon ein bisschen was verloren gegangen, ja», sagte sie. «Aber ich glaube, dass die Begeisterung bis zum Ende da sein wird.»

Ansonsten hätte das OK-Team alle Ziele erreicht: «Für uns war die größte Herausforderung, diese Bühne zu schaffen. Die Stadien zu füllen, dass wir eine tolle Atmosphäre schaffen. Dass die WM auch medial so großartig unterstützt wurde und immer noch wird.» Sie habe allerdings «nie» darüber nachgedacht, wie es sein würde, wenn der Titelverteidiger das Halbfinale nicht erreicht.

Jones' Job nach der WM wird es sein, den Frauenfußball hierzulande weiter voranzutreiben - vor allem in der Bundesliga. «Ich glaube, dass wir trotz des frühen Ausscheidens Fans gewonnen haben», sagte Jones. «Ich weiß aber auch, dass wir nicht in den Dimensionen von 10 000 Zuschauern leben dürfen.» Jetzt müsse jeder Verein, jede Stadt für diesen Sport werben - «so wie das jetzt auch die Austragungsorte gemacht haben».


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