Japan und Schweden träumen selbstbewusst vom Titel
Frankfurt (dpa) - 12.07.2011, 13:06 Uhr
Japans Trainer Norio Sasaki will mit seinem Team den WM-Titel holen.
Tiefstapeln war gestern. Vor dem Halbfinale geben sich Japan und Schweden betont selbstbewusst und melden Ambitionen auf den Titel an. Japan will sich für seine Geduld belohnen, die Skandinavierinnen setzten auf ihren guten Lauf - und den Größenvorteil. Von asiatischer Bescheidenheit war nicht viel zu sehen, als Japans Trainer Norio Sasaki im vergangenen Jahr einen Ausblick auf 2011 wagte. «Wir wollen bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft den Titel holen», sagte er im Vorfeld der Asienmeisterschaft im chinesischen Chengdu. Damals mag das etwas hoch gegriffen geklungen haben. Gut ein Jahr später ist seine Mannschaft dem Ziel so nah, wie es ihr wohl kaum jemand zugetraut hatte. Zwei Siege fehlen der «Nadeshiko» (Prachtnelke) noch zu Sasakis erklärtem Ziel - der erste ausgerechnet gegen Schweden. Denn WM-Vergleiche mit den Skandinavierinnen endeten für Nippons Kickerinnen bislang wenig erbaulich. Zwei Spiele, zwei Niederlagen, zehn Gegentore und kein eigener Treffer stehen bislang in den Büchern. Aber die Asiatinnen haben gegenüber Europa mächtig aufgeholt - was zuletzt die deutsche Nationalmannschaft schmerzhaft zu spüren bekam. «Wir haben uns seit der WM vor vier Jahren weiter entwickelt», sagt Sasaki jetzt. «Dazu mussten wir viel Geduld aufbringen.»
Auch Japan-Kenner und Weltmeister Guido Buchwald zählt die Asiatinnen mittlerweile zu den Top-Mannschaften der Welt. Und Kapitänin Homare Sawa fordert ohne Scheu, dass sich die Geduld jetzt auch auszahlen solle: «Wir wollen eine Medaille gewinnen und auf das WM-Podest.» An mangelndem Selbstbewusstsein scheinen allerdings auch die Skandinavierinnen nicht zu leiden. Im ganzen Land steigt das WM-Fieber und die Spielerinnen verbreiten in den heimischen Medien ungehemmten Optimismus. «Wir sind total gut eingespielt und bis ins Detail bestens auf unsere Gegnerinnen eingestellt», sagte Abwehrspielerin Sara Larsson in «Svenska Dagbladet». |