Meister-Trainer Bernd Schröder fürchtet nach dem unerwarteten Aus bei der Heim-WM schwierige Zeiten für den deutschen Frauenfußball.
«Damit hat keiner gerechnet, das macht die ganze Sache noch schwieriger. Das ruft auch die Leute auf den Plan, die keine Freunde des Frauenfußballs sind und durch einige Kampagnen verärgert sind», sagte Schröder. Eine umfassende WM-Auswertung sei unbedingt nötig: «Man muss das jetzt alles besprechen, auch mit den Clubs. Die Bundestrainerin hat das Beste gewollt. Aber es hat nicht so funktioniert, wie vorgenommen», bemerkte der Chefcoach von Meister Turbine Potsdam.
«Das wird sich nach der WM widerspiegeln. Ich hatte ohnehin keinen neuen Boom erwartet. Einige Spielerinnen hatten sich schon vorgestellt, groß rauszukommen. Damit muss man jetzt umgehen», meinte der 68-jährige Schröder, der schon 40 Jahre für Turbine arbeitet. «Das trifft die Leute, die sich im Frauenfußball engagieren, ins Herz. Das muss man jetzt in Ruhe analysieren. Wenn sich jetzt jeder zu Wort meldet, bringt das nichts. Ich kann nicht sagen, daran oder daran hat es gelegen», sagte er zum WM-Aus.
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Den Verzicht von Bundestrainerin Silvia Neid auf Rekordspielerin Birgit Prinz beim Viertelfinal-K.o. gegen Japan hält Schröder für berechtigt. «Birgit ist zu langsam gegen die flinken Japanerinnen. Alex Popp hätte man eher bringen müssen. Und der frühe Ausfall von Kim Kulig war psychologisch natürlich ein Schlag», sagte der Potsdamer.