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Steffi Jones: «Sehr dankbar für alles»

Berlin (dpa) - 27.06.2011, 11:23 Uhr

Steffi Jones (u.l.) sprach im Olympiastadion mit Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel (r).
Steffi Jones (u.l.) sprach im Olympiastadion mit Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel (r).

Fragen an Steffi Jones nach dem Eröffnungsspiel der Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Berlin. Für die 38 Jahre alte Präsidentin des Organisationskomitees war die ausverkaufte Partie ein Freudenfest.

Hatten Sie feuchte Augen, als Sie nach über dreijähriger Vorbereitungszeit vor dem Eröffnungsspiel die deutsche Nationalhymne hörten?

Steffi Jones: «Eine Freudenträne habe ich schon vorher vergossen, als ich im Berliner Olympiastadion am Fernsehen die Bilder aus Sinsheim gesehen habe. Ich war so gespannt, wie alles laufen wird. Und dann schien dort die Sonne und die La Ola lief durch die Rhein-Neckar-Arena, noch bevor die Mannschaften das Spielfeld betraten. Es war ein wunderschönes Gefühl, die Atmosphäre im Olympiastadion zu erleben. Ich habe den Moment genossen, bei der WM-Eröffnung neben dem Bundespräsidenten stehen zu dürfen. Ein einmaliges Erlebnis.»

Wer und was hat Ihnen am Spiel der DFB-Auswahl besonders imponiert?

Jones: «Die deutsche Mannschaft hat von Beginn an Druck gemacht. Man hat ihr angemerkt, dass sie unbedingt mit einem Sieg ins Turnier starten wollte. Ich bin einfach nur überglücklich über diesen sportlich, atmosphärisch und organisatorisch tollen Start.»


Seit Wochen ist Ihr Konterfei in Zeitungen und Zeitschriften zu sehen, im Fernsehen auch. Jetzt hat Sie Christian Wulff beim Empfang des Bundespräsidenten auch noch in den höchsten Tönen gelobt. Wer holt Sie wieder auf den Teppich?

Jones: «Auf den Teppich zurückholen müsste man mich nur, wenn ich abgehoben wäre. Das wird aber nicht passieren. Ich bin sehr dankbar für alles, was ich in den letzten Jahren erleben durfte, weiß aber ganz genau, wie ich das zu nehmen habe. Dafür sorgen schon meine guten Freunde, meine Familie und vor allem meine Mutter.»

Ihr persönliches Fitnessprogramm für die drei WM-Wochen?

Jones: «Das wird schwer. Wenn ich es schaffe, gehe ich morgens eine Runde laufen. Aber ich mache mir da keine Illusionen: Im Moment werde ich kein regelmäßiges Sportprogramm hinbekommen. Das hebe ich mir auf für den Urlaub nach der WM.»

Was steht in den Stunden nach dem Endspiel am 17. Juli in Ihrer Heimatstadt Frankfurt an?

Jones: «Das kann ich noch gar nicht genau sagen, habe mir auch noch keine konkreten Gedanken gemacht. Ich glaube, dass ich erst mal das Bedürfnis haben werde, meinem ganzen Team zu danken und gemeinsam mit ihnen zu feiern. Ich bin so stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben.»

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