Frankfurt/Main (dpa) - 27.06.2011, 12:11 Uhr
Karl-Heinz Körbel, Steffi Jones, Sandra Smisek und Rolf Hocke (v.l.) posieren für die Fotografen.
Anfang der 70er Jahre «schmunzelte» Karl-Heinz Körbel noch über den Frauenfußball. Das sagt er selbst. Heute rennt der Rekordspieler der Bundesliga von einem Termin zum nächsten, um als Botschafter der Stadt Frankfurt die Frauen-WM zu promoten.
«Unsere Mädels spielen einen geilen Fußball momentan», findet der 56-Jährige. Und ein Sprecher der Stadt sagt: «Das war ganz wichtig, für die Skeptiker diese Eintracht-Legende zu gewinnen.» Ein Werbespot mit Körbel illustriert das amüsant: Darin tritt Henni Nachtsheim, eine Hälfte des Comedy-Duos Badesalz, als proletiger Fan auf, der für die Initiative gegen kickende Weiber im Stadion (IgkWiS) Unterschriften sammelt. Er will die Frauen-WM-Spiele in Frankfurt verhindern. Da begegnet ihm sein Idol. «Da bin ich Botschafter. Das Finale ist ja hier», sagt Körbel. «Und die Mädels brauchen unsere Unterstützung.» Nachtsheim ist überzeugt.
Als WM-Botschafter bildet Körbel ein Gespann mit der zweifachen Weltmeisterin Sandra Smisek (33) vom 1. FFC Frankfurt. Auch sie drehte so ein Werbefilmchen. Und witzelt, dass Körbel sich nicht mal einen vollständigen Satz merken konnte. Ansonsten schwärmt sie: «Er macht das sehr authentisch. Er ist ein ganz herzlicher, weltoffener Mann.» Rund 20 gemeinsame Termine hatten beide seit 2010. «Man hält uns schon für ein Ehepaar», sagt Körbel. Smisek: «Neulich hat er mir bei einem Empfang - ganz süß - seine "richtige" Frau vorgestellt.»
Spot mit Henni Nachtsheim