Düsseldorf (dpa) - 29.06.2011, 14:40 Uhr
Eine Hormonbehandlung soll nach Angaben des kolumbianischen Fußball-Verbandes (FCF) die Ursache für die Auffälligkeiten bei der Dopingkontrolle der Torhüterin Yineth Varon sein.
Wie der FCF auf seiner Homepage mitteilte, soll sich die 29-jährige Ersatzkeeperin vor der Frauenfußball-WM in Deutschland einer Hormonbehandlung in der kolumbianischen Stadt Cali unterzogen haben.
«Dies hat sie nicht berichtet», hieß es in der FCF-Stellungnahme. Da Yineth Varon kurzfristig für die verletzte Stammtorhüterin Paula Forero für die WM nachnominiert wurde, hätte die medizinische Abteilung der kolumbianischen Nationalmannschaften sie nicht mehr der «strengen Überprüfung» unterziehen können, die vor jedem großen Turnier obligatorisch sei.
Die unter Doping-Verdacht stehende Torfrau war nach einem Doping-Test am 25. Juni in Leverkusen vorläufig gesperrt worden. In der A-Probe hatte es von der Norm abweichende Analyseergebnisse gegeben, wie der Weltverband FIFA am Dienstag während des WM-Spiels von Kolumbien gegen Schweden (0:1) mitteilte. Die Spielerin hat bereits die Öffnung der B-Probe beantragt. «Noch gibt es keine neuen Informationen», sagte FIFA-Sprecherin Segolene Valentin auf dpa-Anfrage.
Geprüft wird der Doping-Verdacht nun von der Disziplinarkommission der FIFA. In der Geschichte der seit 1991 ausgetragenen Frauenfußball-Weltmeisterschaften gab es bisher keinen Doping-Fall.