Fans beten vor Beginn der Frauenfußball-WM
Berlin (dpa) - 26.06.2011, 13:56 Uhr
DFB-Präsident Theo Zwanziger spricht beim Eröffnungsgottesdienst in Berlin.
Vor dem Auftaktspiel der Frauenfußball-WM hat DFB-Präsident Theo Zwanziger zusammen mit zahlreichen Gläubigen in Berlin gebetet. Die Evangelische Kirche und die Deutsche Bischofskonferenz hatten zu dem Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche geladen, der von Katholiken und Protestanten gemeinsam gefeiert wurde. Der EKD-Ratsvorsitzende Präses Nikolaus Schneider bezeichnete die Fußball-WM der Frauen darin als das sportliche Großereignis des Jahres. Es sei Grund zur Freude, «dass der Frauenfußball immer mehr die Anerkennung erfährt, die er verdient», sagte Schneider. Einzelne Gläubige waren bereits in Fußballtrikots, mit schwarz-rot-goldenen Blumenketten und Deutschlandfahnen in den Gottesdienst gekommen.
Der Sportbischof der Deutschen Bischofskonferenz, Weihbischof Jörg Michael Peters, rief in seiner Predigt dazu auf, sich besonders im Sport für einen fairen Umgang miteinander einzusetzen. «Fußball verbindet Menschen - egal welchen Geschlechts, welcher Kultur oder Religion, welchen Alters oder welcher sozialen Herkunft.» Für die Nationalmannschaft würden nur die besten Spielerinnen eines Landes nominiert, Gott sei aber gleichermaßen «Fan allen Lebens». Neben Zwanziger nahmen auch Bundespräsident Christian Wulff und Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) an dem Gottesdienst teil. Der DFB-Präsident trat selbst nach vorn und las den Psalm 100. Zum Abschluss sprach er eine Fürbitte für eine friedliche WM: «Gib, dass Hass und Gewalt keinen Raum finden in den Stadien und in den Städten.»
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