Die Vorrundengruppe A mit Deutschland, Frankreich und Kanada sei ja «die einfachste», sagt Obliers und lacht wieder herzhaft. «Nein, im Ernst: Das wird sehr schwer. Deutschland ist der Topfavorit. Ich gehe davon aus, dass sie alle drei Gruppenspiele gewinnen. Das heißt wir müssen Frankreich schlagen, wenn wir weiterkommen wollen.» Das dürfte für das Team um die Keeperin Precious Dede und die Torjägerin Perpetua Nkwocha aber nicht einfach werden. Denn die Französinnen um Rekordnationspielerin Sandrine Soubeyrand gelten als Geheimfavorit und haben sich viel vorgenommen. Seine ungeschlagen durch die Qualifikation gestürmten «Les Bleus» wollen für «mehr als nur eine Überraschung» sorgen, sagte Trainer Bruno Bini dem «kicker». Sie könnten sogar «Gruppenerster» werden. In seinem Kader stehen immerhin zehn Profis von Champions-League-Sieger Olympique Lyon. Nigeria ist zwar in Afrika die absolute Top-Mannschaft, kam bei fünf WM-Teilnahmen aber nur einmal über die Vorrunde hinaus. «Der Frauenfußball in Afrika ist noch nicht so weit wie in Europa oder Asien», erklärt Obliers. «Das liegt auch oft an der Taktik, vor allem gegen gut organisierte Gegner.» Das hat er nun versucht zu ändern. Er selbst freut sich natürlich auch auf das zweite Gruppenspiel gegen Deutschland am Donnerstag. «Wie ich mich fühle, weiß ich zwar erst, wenn ich in Frankfurt im Stadion bin. Aber es ist schon etwas Besonderes», meint Obliers. Sein Vertrag in Nigeria läuft noch bis 31. Juli. «Danach bin ich für alles offen. Frauen oder Männer.»
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