In vielen anderen Spielorten bereiten sich Kneipen und Biergärten bereits auf das «Rudelgucken» vor. In Bochum zeigen Bars die Spiele auf Fernsehern, in Dresden überträgt ein benachbartes Freibad die Spiele und in Leverkusen wird «Public Viewing Light» in einer Einkaufspassage angeboten. Klaus Peter Laux vom Sportpark Leverkusen erwartet auch auf dem Rathausvorplatz «allerlei Remmidemmi.» Die Stadt Sinsheim hat kurz vor der Frauenfußball-WM eigens ihren ausgebauten S-Bahnhof an der Arena eröffnet. Um für den erwarteten Andrang auf die vier Spiele vorbereitet zu sein, verlegte die Bahn ein zweites Gleis. Zudem wurden zwei Bahnsteige mit mehr als 200 Metern Länge gebaut. Indes wird im Finalort Frankfurt das Public Viewing im großen Stil vorbereitet. Zum öffentlichen Fußball-Gucken am Mainufer haben Arbeiter eigens Zäune errichtet, an denen WM-Plakate von den «Frankfurter Fußballgärten» künden. Insgesamt werden bis zu 1,5 Millionen Fans erwartet. Kosten des Turniers: 10 Millionen Euro. Soviel will die Hauptstadt getreu dem Motto «arm aber sexy» nicht springen lassen. Und so gibt es in Berlin weder eine Eröffnungsfeier am Brandenburger Tor noch ein von der Stadt organisiertes Public Viewing. «Das Land Berlin macht nichts», sagt Christoph Dahms vom Senat. «Es sollten ja Städte zum Zuge kommen, die bei der Männer-WM nicht dabei waren.» Eines dürften aber alle neun Spielorte gemeinsam haben: Bestes Weltmeister-Wetter. «Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es trocken», sagt ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst. Am Sonntag erwartet er in weiten Teilen des Landes Werte um die 20 Grad. «Da kann man schon wunderbar im Biergarten sitzen oder wo man sonst so Public Viewing macht.»
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