Ähnlich schnell schafft Popp 2008 den Sprung vom Westfalenligisten 1. FFC Recklinghausen zum FCR Duisburg, etabliert sich beim Bundesliga-Spitzenclub auf der ungewohnten Außenverteidigerposition. Dass sie vergangenes Jahr sechs Kilo abnimmt, bringt den letzten Schwung. «Ich habe immer sehr süß getrunken, das waren so meine Kalorienbomben», sagt die gebürtige Wittenerin. Der geliebte Eistee und Schokodrinks sind seitdem gestrichen, heute dürfen es auch Wasser oder Apfelschorle sein. Trotz der professionelleren Ernährung hat Popp, die als Torjubel bei der U 20 mit ihren Teamkolleginnen Choreographien aus einem Tanz-Videospiel aufführte, keine neue Ernsthaftigkeit ausgerufen. «Spass am Fußball, mehr nich», antwortet sie in dem ihr typischen Ruhrpott-Zungenschlag auf die Frage nach dem Geheimnis ihres rasanten Aufstiegs. «Sie geht da rein, wo es wehtut», beschreibt Neid ihre unerschrockene Spielweise. Dank der «unheimlichen Kopfballstärke» sieht die Bundestrainerin ihre Nachwuchsstürmerin als Gegenpart zu Inka Grings. Ausgerechnet ihrer etablierten Duisburger Teamkollegin (32) ist die 20-Jährige damit im Ringen um einen Platz bei der WM inzwischen bedrohlich nah gekommen. Besonders wenn sie für «frischen Wind» (Neid) von der Bank sorgte, überzeugte Popp während der Vorbereitung und erzielte in den ersten drei Testspielen drei Treffer. «Mein Ziel war es in diesen Kader reinzurutschen, damit ich viel von Inka Grings und Birgit Prinz lernen kann», sagt Popp zurückhaltend, um forsch hinterher zuschieben: «Und wenn die beiden dann aufhören, kann ich in ihre Fußstapfen treten.» Gemeinsam mit ihrer Duisburger Teamkollegin Annike Krahn nahm Alexandra Popp den inoffiziellen WM-Song «Fußballsommer» auf. (*Stand: 16. Juni 2011)
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