DFB-Frauen vor Generalprobe: «Endlich geht's los»
Neu-Isenburg (dpa) - 15.06.2011, 13:12 Uhr
Birgit Prinz trainiert wieder, aber ein Einsatz ist noch fraglich.
Zehn Tage vor der Heim-WM steht das deutsche Frauen-Nationalteam gegen Norwegen vor der abschließenden Härteprüfung. Fatmire Bajramaj und Co. wollen sich ein letztes Mal für einen Stammplatz empfehlen, Rekordtorschützin Birgit Prinz bangt hingegen um ihren Testeinsatz. Die Leinwand-Premiere ist Deutschlands Fußball-Frauen gelungen, nun soll auch die sportliche Generalprobe für die Heim-WM zum Erfolg werden. Nachdem sich die Nationalspielerinnen beim gemeinsamen Kinoabend über ihren Auftritt im neuen «Tatort» amüsierten, beginnt langsam der WM-Ernst. «Das Spiel hat eine sehr große Bedeutung», sagte Fatmire Bajramaj vor der Partie in Mainz. «Norwegen ist eine starke Mannschaft, die uns viel abverlangen wird. Jetzt werden wir sehen, wie wir uns entwickelt haben.» Die Offensivspielerin will sich im Ringen um ihr Startticket für das Eröffnungsspiel am 26. Juni gegen Kanada ein letztes Mal gegen Teamkollegin Melanie Behringer beweisen. Für Rekordnationalspielerin Birgit Prinz ist ihr Platz hinter den Spitzen für den WM-Auftakt im Berliner Olympiastadion trotz bislang torloser Vorbereitung eigentlich reserviert. Doch nach einer Bänderdehnung im Sprunggelenk ist ihr Einsatz gegen WM-Teilnehmer Norwegen weiter ungewiss. Am Mittwoch kehrte die 33-Jährige zumindest erstmals ins Mannschaftstraining zurück.
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Als die Skandinavierinnen schon vor der WM 2007 ebenfalls in Mainz den letzten Sparringspartner gaben, erzielte Prinz noch den Treffer zum 2:2-Endstand. Auch wenn sich Nadine Angerer ungerne an das «grottenschlechte» Spiel erinnert, wäre der Torhüterin die Norwegen-Partie als gutes Omen durchaus recht: «Weltmeister würde ich schon gern wieder werden.» Auf dem Weg zu der angestrebten zweiten Titelverteidigung in Serie musste Angerer sich bei den bisherigen Testspielen gegen Nordkorea (2:0) und Italien sowie die Niederlande (jeweils 5:0) bislang kaum auszeichnen. «Ich hoffe, dass Norwegen ein starker Gegner wird, der uns in der Defensive mehr fordern wird», meinte Innenverteidigerin Annike Krahn, die ihren Platz neben Saskia Bartusiak sichern will. Mit der Partie gegen Norwegen endet die lange Vorbereitung der DFB-Frauen, die sich nach einem kurzen Heimaturlaub in Berlin treffen. «Wir waren fast neun, zehn Wochen zusammen», sagt Bajramaj erleichtert, «endlich geht's los».
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