Gab es heute schon die vermeintliche Stammelf für die WM zu sehen? Neid: «Es kann auch mal andersherum sein, dass andere Spielerinnen beginnen und andere reinkommen und für die nötigen Akzente sorgen. Ich habe jetzt noch keine Stammformation für die WM im Kopf. Ich bin erstmal zufrieden damit, wie es heute gelaufen ist.» Sehen Sie Alexandra Popp im reellen Konkurrenzkampf mit Inka Grings und Birgit Prinz für die Startelf oder soll sie bei der WM den angesprochenen frischen Wind bringen? Neid: «Ich glaube, dass es der Alex heute gut getan hat, dass sie nicht von Anfang an gespielt hat. Sie ist reingekommen und hat direkt mit dem ersten Kontakt ein Tor gemacht. Das hat sie toll gemacht, dass sie da reinging, wo es wehtut. Es war auch ein wunderschönes zweites Tor von ihr. Sie kam ins Spiel und war direkt da. Das ist klasse. Wir haben eine Alex Popp, weil sie unheimlich kopfballstark und auch ein Gegenpart zum Beispiel zu Inka Grings ist. Je flexibler man ist, umso besser ist es letztendlich.» Was meinen Sie mit Gegenpart? Neid: «Alex Popp ist ein anderer Typ als Inka Grings. Die Alex ist sehr gradlinig, die Inka ist ein absolutes Schlitzohr mit sehr viel Erfahrung und Übersicht.» Wie werden Sie die kommende Zeit bis zur WM nutzen? Neid: «Nach dem Spiel am Dienstag in Aachen gegen Holland werden wir uns trennen und vier Tage zu Hause verbringen. Am Sonntag treffen wir uns in Frankfurt wieder, weil wir am 16. Juni in Mainz gegen Norwegen spielen. Wir werden in dieser Zeit versuchen, all unser Erarbeitetes zu verfeinern - Passspiel, Abwehrverhalten, Laufwege.»
 |