Im Fußball-Wettskandal hat die Bochumer Staatsanwaltschaft erstmals Anklage erhoben. Zwei 35 und 55 Jahre alten Männern wirft die Behörde gewerbs- und bandenmäßigen Betrug in 16 beziehungsweise 22 Fällen vor.
Die beiden werden der Führungsebene der Wettbetrüger zugerechnet. Sie sind bereits in Haft. Sie sollen zusammen mit anderen Tätern Spieler und Schiedsrichter bestochen haben. Anschließend wetteten sie entsprechend bei verschiedenen Wettanbietern. Betroffen waren insgesamt 10 Fußballspiele in Deutschland und 14 Fußballspiele im europäischen Ausland, wie die Staatsanwaltschaft am 25. August in Bochum mitteilte. Unter den Spielen in Deutschland seien auch Zweitligapartien gewesen, sagte ein Behördensprecher.
Die Angeschuldigten hätten zusammen mit ihren Mittätern Spieler und Schiedsrichter mit insgesamt rund 350 000 Euro bestochen. Auf die betreffenden Spielpaarungen setzten sie anschließend rund 1,8 Millionen Euro. Die Gewinne sollen sich auf rund 1,45 Millionen Euro summieren.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt insgesamt gegen mehr als 250 Verdächtige. Betroffen sind rund 270 Spiele im In- und Ausland. In Deutschland sitzen acht Tatverdächtige in Untersuchungshaft.