Die Düsseldorfer Fortuna knüpfte an ihre Auswärtsschwäche der vergangenen Saison an. Der Vorjahres-Vierte hatte Defizite im Abschluss, Cottbus nutzte eiskalt seine Möglichkeiten. Der 32 Jahre alte Rumäne Emil Jula und der neun Jahre jüngere Nils Petersen stellten den überzeugenden Saisonstart der Lausitzer sicher. «Wir sind auf einem sehr guten Weg. Mit der Leidenschaft, dieser Willensstärke und dem Teamgeist können wir eine gute Rolle spielten», resümierte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz. An der Bremer Brücke in Osnabrück hofften die VfL-Fans vergebens auf eine erfolgreiche Zweitliga-Rückkehr. Der MSV spielte seine ganze Erfahrung aus, und die Mischung aus Alt und Jung stimmt. «Die Jungen sind willig und laufen für mich», scherzte Routinier Ivica Grlic, der den MSV in Führung brachte. Talent Julian Koch und Filip Trojan erzielten Duisburgs weitere Treffer. Fast 50 000 Zuschauer im Olympiastadion bestaunten am Freitag Herthas ersten Heimsieg seit mehr als einem Jahr. Die runderneuerte «alte Dame» sorgte für Aufbruchstimmung, auch wenn noch «nicht alles das Gelbe vom Ei war», wie Trainer Markus Babbel einräumte. Umjubelter Matchwinner war Teenager Marco Djuricin, dem beim 3:2 gegen Oberhausen ein Doppelpack gelang. «Er hat das Potenzial, ganz nach oben zu kommen», sagte Babbel über den Wiener, der in dieser Woche einen Profivertrag unterschreiben soll. Ein fast historischen Erfolg landete der FCA, denn das 4:1 im Derby in Ingolstadt war Augsburgs erster Auftaktsieg seit dem Aufstieg vor vier Jahren. Lehrgeld zahlen musste der Aufsteiger. «Aber Augsburg ist nicht der Gradmesser», meinte Coach Michael Wiesinger. Besser machte es Mitaufsteiger Erzgebirge Aue, der sich nach zwei Jahren in Liga drei dank des Treffers von Lehramtsstudent Marc Hensel mit einem 1:0 gegen den SC Paderborn zurückmeldete.
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