St. Pauli blamiert sich im Pokal - Bayer 11:1
Berlin (dpa) - 14.08.2010, 21:34 Uhr
Chemnitz jubelt gegen konstatierte Paulianer in rot.
Aufsteiger FC St. Pauli hat sich als erster Fußball-Bundesligist aus dem DFB-Pokal verabschiedet. Die Hamburger blamierten sich mit 0:1 bei Regionalligist Chemnitzer FC. Überzeugend zog dagegen Bayer Leverkusen durch das 11:1 beim FK Pirmasens in die nächste Pokalrunde ein. 1899 Hoffenheim gewann 4:0 bei Hansa Rostock, Borussia Dortmund bezwang Wacker Burghausen 3:0. Auch die Ligakonkurrenten Werder Bremen, SC Freiburg, VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach gaben sich keine Blöße. Nach den Siegen von Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Kaiserslautern stehen bislang neun Erstligisten in Runde zwei. St. Pauli rannte eine Woche vor dem Bundesligastart dem frühen Rückstand in Chemnitz vergeblich hinterher. Der starke Kapitän Andreas Richter hatte nach einer Ecke für die Sachsen eingeköpft (5.). Chemnitz spielte vor allem in der Defensive stark, ein Drei- Klassen-Unterschied war nicht zu sehen. «Es war ein Schuss vor den Bug, den wir erstmal verarbeiten müssen», sagte ein maßlos enttäuschter St.-Pauli-Trainer Holger Stanislawski.
Ohne Neuzugang Michael Ballack tat sich Leverkusen bei Oberligist FK Pirmasens zunächst schwerer als gedacht. Stefan Kießling nutzte nach 36 Minuten eine missglückte Abseitsfalle zum 1:0 für die Werkself. In Halbzeit zwei drehte der Bundesligist dann richtig auf: Patrick Helmes (46./57./64.), Kießling (58.), Renato Augusto (61.), Sidney Sam (67./88.), Eren Derdiyok (84./90.) und Arturo Vidal (87.) trafen beim Bayer-Schützenfest. Der überforderte FKP kam durch Sebastian Reich nur noch zum Ehrentreffer (70.). Hoffenheim genügte bei Hansa Rostock ein Doppelschlag durch Demba Ba (14.) und Vedad Ibisevic (17.), um den Widerstand der Norddeutschen früh zu brechen. Peniel Kokou Mlapa (29.) und erneut Ibisevic (32.) machten noch in der ersten Hälfte alles klar. Dank Lucas Barrios (5.), Neven Subotic (13.) und Kevin Großkreutz (48.) hielt sich Dortmund mit 3:0 bei Wacker Burghausen schadlos. Dem neuen Wacker-Coach Mario Basler reichte die kurze Vorbereitungszeit nicht, um aus dem Team einen Pokal-Schreck zu formen, wie es ihm im vergangenen Jahr mit Eintracht Trier gelungen war. |