Im März 2008 wird der technischen Hilfe dann ein Riegel vorgeschoben. Die Regelhüter des internationalen Fußballs entscheiden sich für zwei zusätzliche Schiedsrichter-Assistenten im Tor-Bereich, aber vorerst gegen den Chip-Ball und eine Torkamera. Alle technologischen Experimente sollen erstmal gestoppt werden. Die Torrichter kommen in der Europa-League-Saison 2009/2010 zum Einsatz. «Der Fußball soll menschlich bleiben», sagt UEFA-Präsident Michel Platini. Der Fußball verliere seine Faszination, wenn er «wissenschaftlich» werde, meint Blatter. Laut FIFA seien die weltweiten Kosten für die Anschaffung von Torkameras zu hoch. Zudem fürchten die Fußball-Bosse, die Einführung von Torkamera oder Chip- Ball könnten weitere technische Hilfsmittel nach sich ziehen. Auch für die WM 2010 in Südafrika verweigerte die FIFA Technik- Tests. «Wir können die WM nicht missbrauchen, um Neues auszuprobieren», stellt FIFA-Generalsekretär Jérome Valcke im Februar 2010 klar. Am 6. März kommt dann das definitive Aus für Chip und Kamera. Das International Football Association Board (IFAB) der FIFA entscheidet, «der Technik die Tür endgültig zu verschließen», sagt Valcke. Doch nach den heftigen Debatten über die Schiedsrichter- Patzer bei der WM bringt Blatter die Torkamera wieder ins Gespräch.
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