FIFA diskutiert ernsthaft über Torkamera
Singapur (dpa) - 11.08.2010, 13:02 Uhr
FIFA-Präsident Sepp Blatter hat seine Einstellung zu technischen Hilfsmitteln geändert.
Die Fußball-Weltverband FIFA diskutiert nun ernsthaft über die Einführung von technischen Hilfsmitteln im Fußball. Wie FIFA-Präsident Josef Blatter in Singapur erklärte, werde sich das dafür zuständige International Football Association Boards (IFAB) auf seiner Sitzung im Oktober mit der Thematik beschäftigen. «Bei diesem Meeting werden wir über Torlinien-Technologie diskutieren. Es steht jetzt auf der Tagesordnung», sagte Blatter. Der Schweizer gilt eigentlich als Gegner von technischen Hilfsmitteln, hatte nach diversen Schiedsrichter-Fehlentscheidungen bei der Fußball-WM in Südafrika aber angekündigt, dass das Thema neu besprochen werde. Die Gralshüter der Fußballregeln:
Seit 124 Jahren wachen die Mitglieder des International Football Association Boards (IFAB) über die Regeln des Fußballs. Dem Gremium gehören traditionell vier Mitglieder des Weltverbandes FIFA sowie je ein Gesandter der nationalen Verbände Englands, Schottlands, Nordirlands und aus Wales an. Einmal im Jahr kommt das IFAB zu einem Treffen zusammen und berät sowie beschließt Regelfragen. Gegründet wurde das IFAB 1886 von den vier britischen Verbänden. Die FIFA erkannte das Gremium bei ihrer Gründung 1904 an. Seit 1913 stellt die FIFA 50 Prozent der Mitglieder. Regeländerungen können nur bei Zustimmung durch 75 Prozent erzielt werden. Die FIFA-Gesandten stimmen nach einem ungeschriebenen Gesetz einheitlich.
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