Werder im Los-Pech - Weite Reisen für BVB und Bayer
Nyon (dpa) - 06.08.2010, 16:56 Uhr
Werder-Trainer Schaaf (r) und Manager Allofs treffen auf einen schweren Gegner.
Werder Bremen muss auf dem Weg in die finanziell lukrative und sportlich attraktive Champions League eine hohe Hürde überwinden, das Europa-League-Trio mühsame Reisen bewältigen. In der Qualifikation für die «Königsklasse» trifft der Tabellendritte der Bundesliga auf Sampdoria Genua. Während Italiens Ex-Meister der schwerste Gegner war, den die Bremer zum Auftakt ihrer 26. Europapokal-Saison bei der Auslosung in Nyon erwischen konnten, flößen die Kontrahenten von Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und VfB Stuttgart vom Namen her keine Angst ein. Der BVB trifft auf Qarabag Agdam aus Aserbaidschan, Leverkusen auf den ukrainischen Pokalsieger Tawrija Simferopol, der VfB auf den slowakischen Vize-Meister Slovan Bratislava. Auch bei den Spielterminen hatte Werder kein Glück. Das Hinspiel findet am 17./18. August im Weserstadion statt. Es gleicht derzeit wegen des Umbaus der Ostkurve noch einer Baustelle. Das Rückspiel ist für den 24./25. August im Stadio Luigi Ferraris angesetzt.
«Das ist natürlich keine leichte Aufgabe. Wenn ein Team in Italien Vierter wird und noch vor Juve landet, sagt das einiges aus. Das wird eine ganz enge Angelegenheit», erklärte Nationalspieler Per Mertesacker. «Das ist ein schweres, aber ein gutes Los. Duelle zwischen deutschen und italienischen Teams sind ja fast schon Klassiker», sagte Kapitän Torsten Frings. Trainer Thomas Schaaf gab sich optimistisch: «Klar, das wird keine leichte Geschichte. Aber wir nehmen es, wie es kommt. Wir gehen die Aufgabe selbstbewusst an.» Das gilt auch für die Leverkusener, die mit ihrem prominenten Zugang Michael Ballack bei ihrer Rückkehr auf das europäische Fußball-Parkett am 19. August zuerst zu Hause und am 26. einen mehrstündigen Flug antreten müssen. «Wir werden beim Rückspiel eine sehr weite Anreise haben, das ist nicht zu unterschätzen. Wir treffen zwar auf den ukrainischen Pokalsieger, ich blicke den beiden Spielen aber sehr optimistisch entgegen», sagte Sportchef Rudi Völler. |