Salzburg (dpa) - 01.08.2010, 11:18 Uhr
Red-Bull-Fußball-Chef Dietmar Beiersdorfer (l) und RB-Leipzig-Coach Tomas Oral.
Der österreichische Getränkekonzern Red Bull will laut Eigentümer Dietrich Mateschitz Leipzig zu seiner Top-Adresse ausbauen und den Fokus im europäischen Fußball langfristig von Salzburg auf die deutsche Messestadt verlegen.
«Wir wissen aber, wie es im Fußball läuft. Erfolg kann man nicht genau planen», betonte Red Bulls Fußball-Chef Dietmar Beiersdorfer: «Leipzig dauert noch.» Der 2009 gegründete Club RB Leipzig spielt als Aufsteiger in der Regionalliga Nord. Um den anvisierten Aufstieg in die 3. Liga zu schaffen, investierte Red Bull massiv und tauschte neben dem Trainer mehr als den halben Kader aus. Zudem kaufte der österreichische Getränkekonzern bis zum Jahr 2040 die Namensrechte am Leipziger Zentralstadion, das nun «Red Bull Arena» heißt.
Dennoch wird Salzburg die Schaltzentrale bleiben. «Alleine schon, weil Österreich das Heimatland von Red Bull ist. Wir werden in Salzburg aber immer den Anspruch haben, erfolgreich zu sein», sagte der frühere sportliche Leiter des Hamburger SV in einem Interview der österreichischen Agentur APA. Daher will Beiersdorfer die Leipziger auch nicht als Konkurrenz zu seinem österreichischen Pendant sehen.
Seit 2009 ist der 46-Jährige als übergeordneter Sportchef tätig und koordiniert für den Getränkekonzern dessen fünf Fußball-Standorte in Brasilien, Ghana, New York, Salzburg und Leipzig.