Zwanziger will weitermachen: «Tendenz ist da»
Frankfurt/Main (dpa) - 29.07.2010, 18:27 Uhr
Theo Zwanziger tendiert zu einer weiteren Amtszeit.
Theo Zwanziger bleibt wohl wie erwartet Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). «Mir würde vielleicht sonst was fehlen», sagte der 65-Jährige der Nachrichtenagentur dpa in Bochum, wo er beim 5:1-WM-Halbfinalsieg der deutschen U 20-Juniorinnen gegen Südkorea mitfieberte. Zuvor hatte er dem Sportmagazin «kicker» signalisiert, erneut für den Chef-Posten kandidieren zu wollen: «Die Tendenz ist da.» Eine öffentliche Stellungnahme werde es vor der Sitzung des DFB-Führungsgremiums am 30. Juli in Frankfurt/Main jedoch nicht geben. «Es gebietet der Respekt vor den Präsidiumskollegen, dass er sie zuerst über seine Entscheidung informiert», sagte sein Sprecher Stephan Brause auf Anfrage. Zwanziger hatte zuvor über «Amtsmüdigkeit» geklagt und es offen gelassen, ob er sich beim Verbandstag am 21./22. Oktober in Essen für eine dritte Amtszeit zur Verfügung stellt. Beim DFB und in der Bundesliga kann sich jedoch niemand vorstellen, dass der Jurist nach der Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff und vor der Frauenfußball- Weltmeisterschaft im nächsten Jahr in Deutschland aufhört. «Es gibt keine Alternative zu Zwanziger», sagte Michael Meier, Manager des 1. FC Köln.
Zwanziger hatte angekündigt, dass die weitere Zusammenarbeit mit Löw Einfluss auf seine Entscheidung haben könne, aber nicht entscheidend sei. Zusammen mit seiner Ehefrau Inge und den Söhnen Frank und Ralf hatte der DFB-Präsident in den vergangenen Tagen beraten: «Was ist für den Verband wichtig und was ist für mich persönlich wichtig?» «Ich bin fest davon überzeugt, dass Dr. Zwanziger dem DFB weiterhin als Präsident erhalten bleiben wird», sagte Steffi Jones, die Präsidentin des WM-Organisationskomitees. «Ich kann mir auch gar keinen Besseren vorstellen. Das liegt nicht nur an seinem großen Engagement für den Frauenfußball und die Frauen-WM 2011. Er setzt sich vor allem auch ein für gesellschaftlich wichtige Themen.» |