DFB-Frauen im U 20-WM-Finale: 5:1 gegen Südkorea
Bochum (dpa) - 29.07.2010, 17:25 Uhr
Die deutschen Spielerinnen jubeln nach der 1:0-Führung.
Die Party geht weiter: Nach einer erneuten Gala-Vorstellung greifen die deutschen Fußballerinnen bei der U-20-Weltmeisterschaft im eigenen Land nach der WM-Krone. Die Elf von Trainerin Maren Meinert besiegte im Halbfinale die Auswahl Südkoreas deutlich mit 5:1 (2:0). Das DFB-Team trifft im Endspiel am 1. August in Bielefeld auf Kolumbien oder Nigeria. Vor 18 217 begeisterten Zuschauern in Bochum schossen Svenja Huth (13.), Kim Kulig (26./53.) und Alexandra Popp (49./66./Handelfmeter) mit ihrem achten und neunten Turniertreffer den verdienten Erfolg für das DFB-Team heraus, das zum zweiten Mal nach 2004 in Thailand den Nachwuchstitel holen kann. Ji So-Yun (64.) schraubte ihre Turnierausbeute auf sieben Tore und bleibt Popp im Kampf um die Torjägerkrone auf den Fersen. Mit derselben Startformation wie im Viertelfinale gegen Nordkorea (2:0) setzte die deutsche Elf den Gegner gleich unter Druck. Und wie beim 3:0-Testspielsieg Anfang Juni erspielte sich die Meinert-Elf schnell gute Chancen. Die sehr agile Mittelfeldspielerin Sylvia Arnold (7./11.) verpasste zunächst zwar die Führung, doch schon der dritte Versuch saß: Nach einer weiten Flanke von Tabea Kemme war die Frankfurterin Huth (13.) zur Stelle und ließ Torhüterin Moon So-Ri aus kurzer Distanz keine Abwehrmöglichkeit.
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Nur drei Minuten später hatte Alexandra Popp ihren achten Turniertreffer auf dem Fuß, doch die Duisburgerin scheiterte freistehend an der koreanischen Torfrau, die ansonsten nervös und unsicher wirkte. Prompt ließ Moon beim 2:0 durch einen Distanzschuss von Kulig den Ball unter dem Körper durchrutschen. Und so durfte sich die A-Nationalspielerin vom Hamburger SV im fünften WM-Spiel endlich über ihr erstes Tor freuen. Mit der Führung im Rücken kontrollierte Deutschland das Geschehen. Popp und Dzsenifer Marozsan hätten noch vor der Pause erhöhen können, doch ihre Weitschüsse streiften knapp am Tor vorbei. Die Abwehr um Marith Prießen und Kristina Gessat wurde von den technisch guten, aber körperlich unterlegenen Koreanerinnen selten gefordert. Auch von der hochgelobten Stürmerin Ji So-Yun war bis zu ihrem Tor wenig zu sehen. |