Uruguay und Mexiko hatten vor ihrem Duell eine lateinamerikanische Version der «Schande von Gijón», als es 1982 bei Deutschland gegen Österreich einen «Nichtangriffspakt» gegeben hatte, ausdrücklich ausgeschlossen. Und sie hielten Wort: Die Mexikaner wollten ebenso unbedingt den Gruppensieg wie der Gegner, dem dazu schon ein Punkt gereicht hätte. «Ich bin sehr glücklich über mein erstes WM-Tor, aber wichtiger ist der Erfolg der Mannschaft», jubelte Matchwinner Suarez, der nach der Begegnung zum «Mann des Spiels» gewählt wurde. «Jetzt denken wir nur noch von Spiel zu Spiel.» Sein Teamkollege Diego Forlan fand es «einfach schön», dass Uruguay endlich mal wieder ins Achtelfinale vordringen konnte. Und freute sich, dass die Taktik aufging: «Wir wussten, dass wir den Mexikanern mit unseren Kontern wehtun können.» Die «Celestes» (Himmelblauen) waren mit ihren überfallartigen Vorstößen stets gefährlich. So auch kurz vor der Pause, als Suárez bei Edison Cavanis Maßflanke goldrichtig stand und zur Führung einköpfte. In der 64. Minute hätte Francisco Rodriguez bei einer «Hundertprozentigen» den Ausgleich für Mexiko markieren müssen, köpfte aber aus Nahdistanz am Tor vorbei. Alle weiteren Versuche wurden eine sichere Beute von Uruguays Schlussmann Fernando Muslera, der seinen Kasten bei dieser WM-Endrunde damit schon 270 Minuten sauber gehalten hat. Ex-Europameister Griechenland muss dagegen die Koffer packen. Bayern-Profi Martin Demichelis (78.) und Martin Palermo (89.) sicherten dem Team von Argentiniens Trainer Diego Maradona den Sieg in der Gruppe B. Lee Jung-Soo (38.) und Park Chu-Young (49.) trafen in Durban für Südkorea. Die Tore von Kalu Uche (12.) und Aiyegbeni Yakubu (69./Foulelfmeter) waren zu wenig für Nigerias «Super Eagles», die als drittes afrikanisches Team vorzeitig scheiterten.
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