Schon in der 3. Minute prüfte der überragende Roque Santa Cruz erstmals Keeper Jan Mucha, der den 18 Meter-Schuss mit Mühe um den Pfosten drehte. Ein Traumpass von Barrios leitete nach knapp einer halben Stunde die verdiente Führung für die «Guaranies» ein. Der in Ecuador spielende Vera nahm die Vorlage des Dortmunders auf und schlenzte den Ball mit dem Außenrist unhaltbar in die lange Ecke. Nachdem die Slowaken vor und auch nach der Pause den nötigen Angriffsschwung vermissen ließen, machte Riveros vier Minuten vor dem Abpfiff aus 14 Metern alles klar. Anschließend kam Italien nach dem Auftakt-1:1 gegen Paraguay auch gegen Fußball-Zwerg Neuseeland über einen wenig berauschenden Teilerfolg nicht heraus. Die Südeuropäer erspielten sich gegen die wacker kämpfenden «Kiwis» in Nelspruit zwar unzählige Torchancen, waren aber meilenweit von einer weltmeisterlichen Leistung entfernt. Vor 38 229 Zuschauern brachte Shane Smeltz die «All Whites» aus Abseitsposition nach sieben Minuten sogar in Führung, doch zu mehr als Vincenzo Iaquintas Tor (29./Foulelfmeter) reichte es für den Favoriten nicht. «Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir mehr zeigen», zürnte Weltmeister-Coach Marcello Lippi. Im Beisein von FIFA-Chef Joseph Blatter war der bei der WM 2006 noch schier unüberwindbare Fabio Cannavaro Schwachpunkt einer sonst stabilen Abwehr. Als einziger Lichtblick der ideenlosen Offensive präsentierte sich Riccardo Montolivo. Auch der Sohn einer deutschen Mutter blieb allerdings ohne Glück und konnte nicht für den ersten italienischen Sieg im Jahr 2010 sorgen. «Ich denke nicht, dass es ein Stürmerproblem ist. Es ist ein Mannschaftsproblem. Wir müssen mehr zum Abschluss kommen», klagte er. Neuseeland feierte den zweiten WM-Punkt seiner Geschichte überschwänglich. «Das war ein unglaubliches Spiel. Wir haben eine wunderbare Mannschaft. Wir sind das am härtesten arbeitende Team, das ich je gesehen habe. Wir müssen uns erholen und es gegen Paraguay noch einmal versuchen», meinte Kapitän Ryan Nelsen erfreut.
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