«Wir wollen diesen Weg weitergehen. Wir denken nicht an mögliche Gegner», betonte der bestens aufgelegte Maradona nach der Gala seines Teams. «Sie waren nie in der Lage, uns zu kontrollieren», meinte der Coach und nahm auch Bundesliga-Legionär Demichelis trotz dessen Blackouts in Schutz: «Er hat vielleicht ein Problem gehabt, aber das kann jedem Spieler der Welt passieren. Es hat uns nur stark gemacht.» Der diesmal zentral spielende Lionel Messi gab der Vuvuzela-Dauerbeschallung die Schuld am Patzer von Demichelis, der den Ball an den heraneilenden Lee Chung-Yong in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+1) verlor und damit das einzige Gegentor verschuldete. Sie hätten von allen Seiten geschrien, erklärte Messi: «Man kann aber nichts verstehen.» Dennoch hatten die argentinischen Fans unter den 82 174 Zuschauern im Soccer City-Stadium viel Grund zum Jubeln. Nachdem die «Albiceleste» durch ein Eigentor von Park Chu-Yong (16.) in Führung gegangen war, schlug Gonzalo Higuain noch dreimal eiskalt zu. Der 22- Jährige, der in der vergangenen Saison bei Real Madrid mehr Treffer erzielt hatte als Superstar Cristiano Ronaldo, setzte sich damit an die Spitze der WM-Torjägerliste. «Es macht dich sehr glücklich, wenn Du gewinnst und zum Sieg etwas beitragen kannst», sagte Higuain, der bei seiner Auswechslung kurz vor Schluss mit großem Applaus verabschiedet und anschließend als «Man of the Match» ausgezeichnet wurde. «Wir sind glücklich über das Spiel, aber nicht zu euphorisch», meinte der Matchwinner.
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