«Oranje» auf Kurs - Japan besiegt Kamerun
Johannesburg (dpa) - 14.06.2010, 18:55 Uhr
Der Däne Nicklas Bendtner (r) sprintet mit dem Ball an Hollands Sneijder vorbei.
Ohne Bayern-Dribbler Arjen Robben haben die Niederlande zum WM-Auftakt noch nicht das versprochene Offensiv-Feuerwerk abgebrannt. Gegen schwache Dänen setzte sich das «Oranje»-Team in Johannesburg im Beisein von Prinz Willem-Alexander dennoch verdient 2:0 (0:0) durch. Die Niederländer feierten damit zumindest vom Ergebnis her einen erfolgreichen Start in die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Da sich anschließend Japan 1:0 (1:0) gegen Kamerun durchsetzte, übernahm der Geheimfavorit aus den Niederlanden gleich die Spitzenposition in der Gruppe E. «Ich habe lange an dieses Spiel gedacht. Es ist das schwerste Spiel des Turniers. Es entscheidet über den weiteren Verlauf der WM. Deshalb bin ich sehr zufrieden», sagte Bert van Marwijk. Mit Robben soll auch der Glanz zurückkehren, doch wann der Flügelflitzer ins Team rückt, ließ der Bondscoach offen. «Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir Arjen vermisst haben. Er ist ein außergewöhnlicher Spieler, der mit seiner Schnelligkeit den Unterschied machen kann. Doch davon haben wir auch einige andere im Team», meinte der Holland-Trainer.
Dänen-Coach Morten Olsen wollte trotz der Niederlage nicht öffentlich nörgeln. «Ich sehe gute Chancen für die kommenden Spiele. Es waren viele Dinge da, die mir gefallen haben. Ich hoffe, das Jon Dahl Tomasson und Daniel Jensen, die heute noch verletzt gefehlt haben, zurückkehren», sagte der frühere Trainer des 1. FC Köln. Für Unglücksrabe Simon Poulsen hatte er tröstende Worte parat. «Ich habe ihm gesagt, dass mir so etwas auch schon einmal passiert ist.» Während die Niederländer dem zweiten Auftritt gegen Japan gelassen entgegenblicken, stehen die Dänen schon vor einem Endspiel. Gegen Kamerun ist «Danish Dynamite» zum Siegen verdammt, soll der Ausflug ans Kap nicht zum Kurztrip verkommen. Ein Eigentor von Poulsen brachte den EM-Champion von 1998 in Führung (46.), vor 83 465 Zuschauern im Soccer City-Stadion dauerte es aber bis zur 85. Minute, ehe Dirk Kuyt per Abstauber für die Erlösung sorgte. |