Nationaltorwart René Adler hat die Zweifel an seiner Tauglichkeit für die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika zerstreut. «Es ging nicht darum, ein Zeichen zu setzen», betonte Deutschlands Nummer eins nach dem 1:1 im Bundesligaspiel gegen Hertha BSC.
«Ich bin ein Spitzenmann und wollte der Mannschaft helfen.» Zwei Wochen nach seinem Rippenbruch und der anschließenden Diskussion über seinen WM-Einsatz zeigte der Schlussmann von Bayer Leverkusen mit starken Paraden und Reflexen seine Klasse.
Dabei musste Adler in seinem 106. Bundesligaspiel die Zähne zusammenbeißen. «Wenn ich spiele, spielt für mich die Rippe keine Rolle. Das kann ich mental ausblenden», sagte der Keeper, der mit einem Schutzpanzer antrat. «Ich habe von den Ärzten grünes Licht und gesagt bekommen, dass da nichts Schlimmeres kaputt gehen kann und es nur eine Schmerzens-Geschichte ist. Dies konnte ich gut in Kauf nehmen.» Allerdings gab er auch zu, dass es nach nur drei Tagen Training nicht ganz einfach war. «Ich wollte der Mannschaft aber helfen, in die Champions League zu kommen», meinte der neunmalige Nationalspieler, der sich bereits 2006 einen Rippenbruch zugezogen hatte.