Der FC St. Pauli ist im Jubiläumsjahr reif für das Fußball-Oberhaus. «Es war ein wunderbarer Abend», jubelte Sportchef Helmut Schulte nach dem 6:1-Schützenfest gegen Koblenz. «Die Spieler bekommen eine ausgehandelte Sonderprämie, die kann sich sehen lassen», stellte Präsident Conny Littmann für den Aufstiegsfall klar. Lautern hatte am Freitag mit der überraschenden 0:1-Heimpleite gegen Hansa Rostock den ersten Matchball zu Meisterschaft und Aufstieg vergeben, durfte aber am Sonntag jubeln. Die offizielle Meisterfeier steigt am 9. Mai, bei den FCK-Fans am Bornheimer Hang in Frankfurt ging schon am Sonntag die Post ab. Die Rostocker freuten sich, dass sie nach einem leidenschaftlichen Höllenritt den «Roten Teufeln» die Aufstiegsparty verdorben hatten. «Wir wollten der Spielverderber sein, das ist uns gelungen», meinte Hansa-Torwart Alexander Walke. Mit einem Gala-Auftritt hatte er Rostocks ersten Auswärtssieg in der Rückrunde festgehalten und dem Ost-Club erst einmal die Angst vor dem erstmaligen Abstieg in die 3. Liga genommen. «Wir müssen diesen Sieg als Steilvorlage für den direkten Klassenerhalt nutzen, sonst ist er nichts wert», sagte Walke und dachte bereits ans Nachlegen gegen Cottbus und in Düsseldorf. Im Rennen um den Klassenverbleib brachten sich der Karlsruher SC mit dem 1:0 gegen Absteiger Ahlen und Alemannia Aachen (2:2 gegen Fürth) endgültig in Sicherheit. Rot Weiß Oberhausen holte bei 1860 München durch die Tore von Heinrich Schmidtgal und Ronny König ein 0:2 auf und dürfte den Klassenverbleib so gut wie sicher haben. Energie Cottbus kann sich mit einem Sieg am Montag im Ost-Derby gegen Union Berlin endgültig in Sicherheit bringen.
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