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Kaiserslautern erster Aufsteiger - Augsburg patzt

München (dpa) - 25.04.2010, 20:07 Uhr

Fans des 1. FC Kaiserslautern feiern mit der Mannschaft den Aufstieg des FCK.
Fans des 1. FC Kaiserslautern feiern mit der Mannschaft den Aufstieg des FCK.

In der Pfalz knallten vor den Fernsehgeräten die Sektkorken - dank Frankfurter Schützenhilfe steht der 1. FC Kaiserslautern als erster Aufsteiger in die Bundesliga fest.

Nach dem 1:1 des FSV Frankfurt gegen den FC Augsburg konnte der FCK nach vier Jahren Zweitklassigkeit zwei Spieltage vor Saisonende in der 2. Liga die vorzeitige Rückkehr ins Fußball-Oberhaus feiern. «Ein unglaubliches Erlebnis», jubelte FCK-Trainer Marco Kurz bei seiner Familie in München. Vorstands-Chef Stefan Kuntz, die Spieler samt Frauen und Kindern feierten im Rathaus in Kaiserslautern. «Es war sehr ergreifend», berichtete Kunz im TV-Sender «Sky».

Augsburg büßte im Duell mit dem FC St. Pauli um den zweiten direkten Aufstiegsplatz wertvollen Boden ein. Der dritte Platz dürfte aber sicher sein. Mit dem 1:1 bei Arminia Bielefeld und fünf Punkten Rückstand auf den FCA hat Fortuna Düsseldorf nur noch minimale Chancen auf den Relegationsplatz. «Wir haben unsere Hausaufgaben nicht gemacht, jetzt wollen wir am Sonntag im Derby gegen 1860 den dritten Platz definitiv sicher stellen», sagte FCA-Trainer Jos Luhuhay, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft nach dem 1:0 von Michael Thurk nicht zufrieden war: «Wir haben uns zu sehr auf die Führung verlassen und nicht mehr zwingend nach vorne gespielt».

Am Bornheimer Hang in Frankfurt hatte sich der FCA zu früh gefreut. Top-Torjäger Thurk (48. Minute) schoss die Schwaben mit seinem 23. Saisontreffer in Führung. Der FSV aber kämpfte leidenschaftlich weiter und wurde durch den Ausgleich von Cidimar (36.) belohnt. Mit einem spektakulären Fallrückzieher machte der Brasilianer Lauterns vorzeitigen Aufstieg perfekt und brachte die eigene Mannschaft zunächst wieder auf den rettenden 15. Platz. Der Tabellenvorletzte TuS Koblenz steht nach Frankfurts Teilerfolg praktisch als zweiter Absteiger nach Rot Weiss Ahlen fest.

Düsseldorf wahrte mit dem 1:1 in Bielefeld seine Mini-Chance auf Platz drei. In einem verbissen geführten Duell mit einer Roten Karte für Armine Pavel Fort (74.) ging der Aufsteiger durch Sebastian Heidinger (15.) in Führung, Fort (65.) gelang Bielefelds Ausgleich. «Es sind noch sechs Punkte zu holen, Die Mannschaft ist gewillt, die kleine Chance zu nutzen», betonte Fortunen-Coach Norbert Meier.


Der FC St. Pauli ist im Jubiläumsjahr reif für das Fußball-Oberhaus. «Es war ein wunderbarer Abend», jubelte Sportchef Helmut Schulte nach dem 6:1-Schützenfest gegen Koblenz. «Die Spieler bekommen eine ausgehandelte Sonderprämie, die kann sich sehen lassen», stellte Präsident Conny Littmann für den Aufstiegsfall klar.

Lautern hatte am Freitag mit der überraschenden 0:1-Heimpleite gegen Hansa Rostock den ersten Matchball zu Meisterschaft und Aufstieg vergeben, durfte aber am Sonntag jubeln. Die offizielle Meisterfeier steigt am 9. Mai, bei den FCK-Fans am Bornheimer Hang in Frankfurt ging schon am Sonntag die Post ab.

Die Rostocker freuten sich, dass sie nach einem leidenschaftlichen Höllenritt den «Roten Teufeln» die Aufstiegsparty verdorben hatten. «Wir wollten der Spielverderber sein, das ist uns gelungen», meinte Hansa-Torwart Alexander Walke. Mit einem Gala-Auftritt hatte er Rostocks ersten Auswärtssieg in der Rückrunde festgehalten und dem Ost-Club erst einmal die Angst vor dem erstmaligen Abstieg in die 3. Liga genommen. «Wir müssen diesen Sieg als Steilvorlage für den direkten Klassenerhalt nutzen, sonst ist er nichts wert», sagte Walke und dachte bereits ans Nachlegen gegen Cottbus und in Düsseldorf.

Im Rennen um den Klassenverbleib brachten sich der Karlsruher SC mit dem 1:0 gegen Absteiger Ahlen und Alemannia Aachen (2:2 gegen Fürth) endgültig in Sicherheit. Rot Weiß Oberhausen holte bei 1860 München durch die Tore von Heinrich Schmidtgal und Ronny König ein 0:2 auf und dürfte den Klassenverbleib so gut wie sicher haben. Energie Cottbus kann sich mit einem Sieg am Montag im Ost-Derby gegen Union Berlin endgültig in Sicherheit bringen.

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