Kempter weist Amerell-Vorwürfe zurück
Hoffenheim (dpa) - 18.04.2010, 18:05 Uhr
Michael Kempter während der Begegnung SV Sandhausen gegen Holstein Kiel.
Michael Kempter schlägt zurück: Der FIFA- Referee hat die von Manfred Amerell gegen ihn erhobenen neuen Vorwürfe zurückgewiesen. «Ich weiß gar nicht, um welche Prüfung es sich handelt. Ich habe noch nie eine Prüfung abgenommen», sagte Kempter nach dem Oberliga-Spiel 1899 Hoffenheim II gegen TSG Balingen (3:0) der Nachrichtenagentur dpa. Amerell, dem Kempter vorgeworfen hat, ihn sexuell belästigt zu haben, hatte dem 27-Jährigen unterstellt, er habe bei einer Leistungsprüfung im Juni 2008 Ergebnisse von zwei Kollegen zu deren Gunsten manipuliert. Dies soll eine Mail Kempters an Amerell belegen, die das ehemalige Mitglied des Schiedsrichter-Ausschusses dem DFB mit zahlreichen weiteren Mails und SMS vorgelegt hat. Kempter erklärte, er sei gar nicht befugt, derlei Prüfungen abzunehmen. Zudem hätte der von Amerell angeführte Leistungstest nicht im Juni, sondern erst am 5./6. Juli 2008 stattgefunden. Amerell hatte Kempter beim Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) angezeigt und ihm unsportliches Verhalten vorgeworfen. «Man muss bestimmte Zeiten erfüllen, und er hat andere Zeiten eingetragen», hatte Amerell der dpa gesagt.
Der DFB hatte daraufhin erklärt, derzeit lägen keine «Anhaltspunkte für ein sportwidriges Verhalten» des Schiedsrichters vor. Die E-Mail Kempters, die Grundlage für die Anzeige gegen den Referee durch Amerell ist, werde wie weitere Teile der beim DFB vorliegenden Korrespondenz zwischen Amerell und Kempter nochmals geprüft. Kempter reagierte gelassen auf die neuen Vorwürfe. «Ich rege mich nicht mehr auf», sagte der Unparteiische. «Das sind nur Ablenkungs-Manöver von den Kernpunkten», meinte der Sauldorfer. Amerell wolle erreichen, dass er nicht mehr als Schiedsrichter tätig sein könne. |