Europa League: Ausgangslage für Bundesligisten gut
Hannover (dpa) - 17.03.2010, 18:10 Uhr
Der HSV könnte wieder mit Ruud van Nistelrooy (l) in der Startformation auflaufen.
Die Bundesliga greift die Serie A an. Gleich drei deutsche Teams können das Viertelfinale der Europa League erreichen und damit das Weltmeisterland Italien in der Fünfjahreswertung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) stark unter Druck setzen. Die Vorzeichen stehen vor den Achtelfinal-Rückspielen gut. Der Hamburger SV (3:1 gegen RSC Anderlecht), Werder Bremen (1:1 beim FC Valencia) und der VfL Wolfsburg (1:1 bei Rubin Kasan) haben das Tor zur Runde der letzten Acht weit aufgestoßen, und Italien hat nach Inter Mailand in der Champions League nur noch Juventus Turin (3:1 gegen FC Fulham) als zweites Eisen im Feuer. «Wir haben eine gute Ausgangsposition», stellte Hamburgs Nationalspieler Marcell Jansen vor dem Rückspiel beim belgischen Rekordmeister in Brüssel fest. Die Aussicht auf das Endspiel am 12. Mai im eigenen Stadion treibt das HSV-Team zusätzlich an. «Es ist das letzte große Ziel, das wir diese Saison noch erreichen können», betonte Angreifer Mladen Petric. Er soll mit dem Hinspiel-Torschützen Ruud van Nistelrooy in der Startelf stehen.
HSV-Trainer Bruno Labbadia legt nach dem 2:4 im Bundesliga-Spiel in Leverkusen viel Wert auf eine konzentrierte Abwehrarbeit. «Wir werden nach dieser Niederlage nicht auseinanderfallen», versprach Labbadia trotzig. Der 44-Jährige will sich nicht wie zuvor in Eindhoven mit einer knappen Niederlage (2:3) in die nächste Runde zittern. Ein Sieg soll das angeschlagene Selbstvertrauen für den Endspurt in der Liga stärken. Werder Bremen richtet sich auf einen stürmischen FC Valencia ein. «Wir müssen aufpassen, dass wir nicht unter die Räder kommen», warnte Torhüter Tim Wiese seine Mitspieler angesichts des spanischen Angriffswirbels beim 1:1 im Hinspiel. «Das wird noch ein hartes Stück Arbeit. Sie spielen sehr schnell nach vorne», sagte Clubchef Klaus Allofs. Auch der wiedergenesene Kapitän Torsten Frings äußerte sich anerkennend über die Offensiv-Qualitäten der Spanier. «Die sind sehr stark, die sind immer für ein Tor gut.» |