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Wütender Mourinho rüttelt Inter für Chelsea wach

Mailand (dpa) - 14.03.2010, 11:52 Uhr

Jose Mourinho verfolgt ein Spiel von Inter von der Tribüne aus.
Jose Mourinho verfolgt ein Spiel von Inter von der Tribüne aus.

Vor dem Champions League-Spitzenspiel beim FC Chelsea hat Inter Mailands Trainer José Mourinho seiner Mannschaft gehörig den Marsch geblasen.

Nach dem 1:3-Debakel des italienischen Meisters im Serie A-Spiel bei Catania Calcio knöpfte sich der wütende Portugiese seine Spieler vor. Direkt und mit teilweise extrem harten Worten attackierte «Mou» in einer 15-minütigen Wutrede die Versager von Catania, um sie für das Achtelfinal-Rückspiel bei Michael Ballacks Team wachzurütteln.

«So ein Inter will ich nie wieder sehen», sagte Mourinho nach Angaben der «Gazzetta dello Sport». Nach drei Liga-Spielen ohne Sieg hat der Tabellenführer (59 Punkte) seinen Vorsprung in der Serie A vor seinem Lokalrivalen AC Mailand und dem AS Rom mit Ex-Bayern-Profi Luca Toni verspielt. Trotz des 2:1-Erfolgs im Hinspiel gegen Chelsea ist der Einzug ins Viertelfinale in London stark gefährdet. «Mourinho bekommt Angst», titelte «Tuttosport».

Italiens Serienmeister wirkt ausgelaugt, müde und unkonzentriert. Dass der Trainer wegen seiner fast schon zur Gewohnheit gewordenen Attacken auf die Schiedsrichter mal wieder gesperrt ist und die Liga-Spiele von der Tribüne aus verfolgen muss, verunsichert das Team umso mehr.

In Catania hatte Diego Milito Inter in der 54. Minute noch mit 1:0 in Führung gebracht, bevor das Debakel seinen Lauf nahm: Maxi Lopez glich in der 74. Spielminute aus. Dann verwandelte Giuseppe Mascara in der 81. Minute nach einem Handspiel von Unglücksrabe Sulley Muntari in der Mauer den fälligen Elfmeter zur Führung, die Jorge Martinez kurz vor Abpfiff noch erhöhte.


Der Ghanaer Muntari war erst in der 79. Minute eingewechselt worden, verursachte sofort einen Strafstoß und flog nach nur 70 Sekunden wegen seiner zweiten gelben Karte vom Platz. Mourinho war außer sich, Club-Präsident Massimo Moratti so sauer, dass er nicht mal weiß, ob er überhaupt mit nach London fahren wird.

Allen Grund zur Freude am 28. Spieltag hatte dagegen der AC Florenz. Nach dem unglücklichen Champions League-K.o. gegen die Bayern holten die Toskaner einen wichtigen 3:1-Auswärtssieg beim starken SSC Neapel. Als Tabellenzehnter (38) hielt Florenz damit Anschluss an die Europacup-Plätze.

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