VfL nach 4:1 gegen Villarreal im Achtelfinale
Wolfsburg (dpa) - 25.02.2010, 23:23 Uhr
Die Wolfsburger jubeln mit Torschütze Edin Dzeko (M) das 1:0.
Wolfsburg (dpa) - Der deutsche Fußball-Meister VfL Wolfsburg hat den größten internationalen Erfolg seiner bisherigen Club-Geschichte gefeiert und steht im Achtelfinale der Europa League. Der VfL gewann das Zwischenrunden-Rückspiel gegen den FC Villarreal souverän mit 4:1 (3:1). Nach dem 2:2 im Hinspiel wartet nun Rubin Kasan, das Hapoel Tel Aviv ausschaltete. «Wir haben heute gezeigt, was wir können. Wir kommen dem VfL vom letzten Jahr immer näher», meinte VfL-Profi Sascha Riether. Bereits in zwei Wochen treten die «Wölfe» in der Hauptstadt der Republik Tatarstan an. Vor 16 613 Zuschauern in der VW-Arena erzielten Edin Dzeko (10. Minute), Ángel López (15., Eigentor), Christian Gentner (41.) und Grafite (64.) die Tore. Das Ehrentor für Villarreal erzielte Joan Capdevila (30.).
Durch den Sieg hielt sich der auf den zwölften Platz in der Bundesliga abgestürzte Meister die Möglichkeit offen, mit dem Gewinn der Europa League auch im nächsten Jahr wieder international zu spielen. Hinter den Kulissen planen der Mutterkonzern VW und Manager Dieter Hoeneß bereits die neue Saison. Möglichst rasch soll ein neuer Trainer gefunden werden, der im Sommer Interimscoach Lorenz-Günther Köstner ablöst. «Bis Ende April wäre eine Entscheidung gut, auch im Hinblick auf die Personalplanung zur kommenden Saison», sagte Hoeneß vor dem Spiel. «Wir führen bereits konkrete Gespräche.» Nach Informationen lokaler Medien ist der ehemaligen HSV-Coach Martin Jol derzeit Favorit. Namen wollte Hoeneß jedoch nicht kommentieren. Wie zuletzt unter Köstners Regie spielte Wolfsburg von Beginn an stark und erarbeitete sich viele Chancen. Anders als im Hinspiel vor einer Woche in Spanien nutzte der VfL seine Möglichkeit jedoch. Bereits nach zehn Minuten erzielte Torjäger Dzeko mit seinem 17. Saisontreffer die verdiente Führung. Der Bosnier nutzte eine Flanke von Josué und vollstreckte mit einem satten Volley-Schuss. Im Gegenzug hatte Wolfsburg Glück, dass David Fuster freistehend vergab, nachdem VfL-Keeper Marwin Hitz einen Schuss von Marcos Senna nur abprallen ließ. |