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Rückkehr zu alter Stärke: Bayern siegt und siegt

Bremen (dpa) - 24.01.2010, 10:33 Uhr

Die Bayern treffen zum 2:3-Endstand. Vor Werder-Keeper Wiese agieren Gomez (m) und Schweinsteiger.
Die Bayern treffen zum 2:3-Endstand. Vor Werder-Keeper Wiese agieren Gomez (m) und Schweinsteiger.

Siegesserie ausgebaut, Gala-Vorstellung von Arjen Robben und Superstar Franck Ribéry endlich wieder an Bord - Bayern München verbreitet in der Fußball-Bundesliga wieder Angst und Schrecken.

Am 19. Spieltag setzte der Rekordmeister seine noch 2009 gestartete Serie von nun acht Pflichtspielsiegen fort und dominiert die Konkurrenz fast nach Belieben. «Respekt sollten die Gegner schon vor uns haben», sagte Manager Christian Nerlinger nach dem furiosen 3:2 (2:1) bei Werder Bremen. Auch die einstmals mit den Bayern auf Augenhöhe agierenden Hanseaten konnten den Siegeszug zurück in die Spitzenränge nicht stoppen. Scheinbar unterlag Werder knapp, erlebte tatsächlich aber eine Demonstration an Bayern-Dominanz.

«Es wurde sicherlich einiges geboten. Leider nicht so viel von meiner Mannschaft», bekannte Werder-Trainer Thomas Schaaf, dessen Team die vierte Niederlage in Serie kassierte. Über 90 Minuten rollte ein brandgefährlicher Angriff nach dem anderen meist über den bärenstarken und kaum vom Ball zu trennenden Robben auf das Werder-Tor. Dass der verdiente Gäste-Sieg nach Toren von Thomas Müller (25.), Ivica Olic (35.) und Robben (78.) nicht höher ausfiel, lag an der fehlenden Entschlossenheit der Münchner Offensive vor dem Tor. «Wenn man realistisch ist, muss man sagen, dass wir vielleicht zehn Tore machen konnten», kommentierte Geburtstagskind Robben die mangelnde Chancenverwertung.

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Der am Samstag 26 Jahre alt gewordene Niederländer nahm sich trotz seines Traumtores nicht von der Kritik aus. Alleine gegen Werder hätte er die Führung in der Torschützenliste übernehmen könnte, mutmaßte Robben. So aber blieb es bei Saisontor Nummer fünf, das er so stürmisch mit Trainer Louis van Gaal feiern wollte, dass dieser vor der Bayern-Bank stürzte und sich prompt verletzte. «Ich habe mir einen blutigen Finger geholt. Das macht aber nichts, wenn man 3:2 gewinnt», sagte der gut gelaunte Coach, dessen Team auch dank des Ribéry-Comebacks mehr denn je vom 22. Meistertitel träumen darf.

«Es ist immer gut, wenn solch ein guter Spieler zurück kommt», sagte van Gaal zur Rückkehr des Superstars nach genau 16-wöchiger Verletzungspause. In Bremen reichte es nur zu einem Einsatz über 22 Minuten, doch mit Ribéry hoffen die Bayern auf noch stärkere Leistungen in den kommenden Wochen, nachdem man zum Beginn der Saison der Musik lange hinterher gelaufen war. «Ich denke, dass wir von Woche zu Woche immer besser werden und zeigen, wie gut wir sind. Wir sind alle heiß darauf, den Titel wieder nach München zu holen», sagte Michael Rensing, der zur Halbzeit für Jörg Butt (Magen-Darm- Virus) erstmals seit dem 3. Spieltag wieder in das Bayern-Tor durfte.


Die komplett gegenteilige Entwicklung des einstigen Rivalen erleben momentan die Bremer, die nach der vierten Niederlage in Serie bereits sechs Punkte Rückstand auf einen Europapokalplatz haben. «Wir müssen uns von unseren Zielen wie der Champions-League-Qualifikation verabschieden», stellte Werder-Manager Klaus Allofs fest. Die Tore von Aaron Hunt (10.) und Hugo Almeida (75.) waren zu wenig. Auch der am Donnerstag von Joachim Löw in der Nationalmannschaft ausgebootete Torsten Frings zeigte nicht die erhoffte Reaktion. Vor den Augen des Bundestrainers bot Frings nur eine durchwachsene Leistung.

Im Angriff wurde der erkrankte Claudio Pizarro vermisst. «Wir sind momentan angeknockt, auch aufgrund der personellen Situation. Es steckt sehr viel Potenzial in der Mannschaft, aber wir dürfen nicht nur drüber reden, sondern müssen es auch zeigen», sagte Abwehrchef Per Mertesacker, der bei mehreren Laufduellen gegen Mario Gomez nur die Hacken seines Nationalmannschafts-Kollegen sah.

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