Pünktlich und verletzt: Ailton zurück in Uerdingen
Krefeld (dpa) - 10.01.2010, 11:43 Uhr
Ailton posiert im Dezember mit seinem neuen Trikot.
Das Tief «Daisy» konnte «Kugelblitz» Ailton nicht aufhalten. «Ich bin wieder da», sagte der brasilianische Fußballer, der pünktlich aus seinem Heimaturlaub zurückgekehrt ist, um sein Engagement beim KFC Uerdingen in der 6. Liga aufzunehmen. Daran soll ihn auch eine Handverletzung nicht hindern. «Ailton ist in Brasilien in der Badewanne ausgerutscht und trägt eine Schiene. Laufeinheiten kann er damit aber absolvieren», sagte KFC-Geschäftsführer Lutz Spendig. Gemeinsam mit dem Vereinsvorsitzenden Agissilaos Kourkoudialos hatte Spendig Ailton vom Frankfurter Flughafen abgeholt und das Versprechen des Stürmers gehört: «Bis zum Saisonstart bin ich fit.» Der 36 Jahre alte Bundesliga-Torschützenkönig von 2004 wurde vor fünf Wochen beim Sechstligisten überraschend als Zugang präsentiert und hatte mit seiner Vertragsunterschrift bis Juni 2011 für großes Medieninteresse gesorgt. Ailton, mit dem der Krefelder Club die Rückkehr in den Profifußball anstrebt, war früher unter anderem für die Bundesligisten Werder Bremen, Schalke 04 und den MSV Duisburg aktiv - und überzog seinen Heimaturlaub regelmäßig.
Am 11. Januar reisen die Uerdinger in ein fünftägiges Trainingslager auf Norderney. Bei einem Testspiel gegen den Bezirksligisten FC Vreden soll Ailton wegen seiner Handverletzung noch geschont werden. Damit der Brasilianer rechtzeitig zum Ligastart fit ist, hat der KFC in Ex-Profi Marcus Wedau und Jörg Bednarzyk zwei Individualtrainer engagiert, die spezielle Fitnessübungen mit Ailton abhalten sollen. «Es ist klar, dass Ailton bei uns einen Sonderstatus genießt, aber ich bin sicher, dass er sich nicht hängen lässt», sagte KFC-Trainer Wolfgang Maes. Sein Debüt soll der ehemalige «Fußballer des Jahres» am 10. Februar im Niederrheinliga-Spiel gegen den 1. FC Wülfrath im Krefelder Grotenburg-Stadion geben. Die Uerdinger Bemühungen, das Heimrecht für ein Nachholspiel am 31. Januar beim 1. FC Viersen zu tauschen, sind gescheitert. «Wir wollen Ailton in der Grotenburg dem Publikum präsentieren, in Viersen wird er daher nicht auflaufen», meinte Maes. Für Ailtons erstes Pflichtspiel im Uerdinger Trikot rechnet der Verein mit über 5000 Zuschauern und einem erhöhten Medienaufkommen. |