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Anschlag in Angola: Leverkusener Touré unverletzt

Leverkusen (dpa) - 09.01.2010, 13:16 Uhr

Assimiou Touré posiert 2007 für ein Mannschaftsfoto in der BayArena.
Assimiou Touré posiert 2007 für ein Mannschaftsfoto in der BayArena.

Sorge und erste Erleichterung bei Bayer 04 Leverkusen: Bei dem Angriff auf den Bus der Fußball-Nationalmannschaft Togos ist der Bayer-Spieler Assimou Touré nach ersten Informationen unversehrt geblieben.

«Was wir wissen, ist, dass ihm persönlich nichts passiert ist. Doch dies können wir nur mit aller Vorsicht sagen», erklärte Wolfgang Holzhäuser, Geschäftsführer des Bundesligisten der Deutschen Presse-Agentur dpa. Bisher habe man weder Kontakt zu dem Jung-Profi noch zum Fußball- Verband Togos oder zu Tourés Mutter herstellen können.

Der Bundesliga-Tabellenführer erwägt nun, Touré zurückzuholen. «Wir haben schon darüber nachgedacht, weil wir uns Sorgen wegen der schwierigen Sicherheitslage machen», sagte Holzhäuser, der sich in dieser Frage auch mit seinen Bundesliga-Kollegen beraten will. Die Leverkusener Profis hatten am Rande des Testspiels beim niederländischen Erstligisten Twente Enschede (2:1) von dem Anschlag erfahren.

Auf der Fahrt nach Angola, wo am 10. Januar der Afrika-Cup starten soll, wurden die Spieler, Trainer und Mannschaftsbetreuer mit Maschinengewehren beschossen. Der Busfahrer starb, neun weitere Insassen wurden verletzt. «Wir haben gehört, dass der Bus mit der Nationalmannschaft Togos ohne Absprache einfach losgefahren ist, um über den Kongo nach Angola zu kommen», berichtete Holzhäuser. Allerdings seien dies Informationen, die noch nicht bestätigt sind.

Der Bus mit Spielern und Funktionären des Teams aus Togo, darunter der in Leverkusen unter Vertrag stehende Ergänzungsspieler Assimiou Touré, geriet kurz nach dem Passieren der Grenze zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Angola unter Maschinengewehrfeuer.


Kritik übte Holzhäuser generell an die Vergabe des Afrika-Cups nach Angola. «Es ist schon unverständlich, dass das Turnier nach Angola vergeben wurde, obwohl in dem Land seit Jahren Unruhen und bürgerkriegsähnliche Zustände geherrscht haben», sagte er. Dass dieser Anschlag gravierende Auswirkungen auf die Weltmeisterschaft im Sommer in Südafrika haben könnte, glaubt er nicht. «Ich kann es mir nicht vorstellen, aber der Weltverband FIFA wird da gefordert sein», meinte er, «doch bei einer WM gelten in puncto Sicherheit ganz andere Maßstäbe.»

Betroffen zeigten sich die Bayer-Profis über den Anschlag. «Wir sind bestürzt, denken an unseren Mitspieler. Natürlich auch daran, dass in vier, fünf Monaten in Afrika die WM stattfindet», sagte Bayer-Kapitän Simon Rolfes.

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