Nicht zuletzt dank der Münchner Kaderverkleinerung nahm das Personalkarussell in der zweiten Transferperiode der Saison Fahrt auf. Weltmeister Toni kam bereits am 2. Januar in einem Testspiel für seinen neuen Club AS Rom zum Einsatz. Vor allem der vom Abstieg bedrohte 1. FC Nürnberg sicherte sich hochkarätige Unterstützung des FC Bayern. Sowohl der Brasilianer Breno als auch Andreas Ottl sollen die Franken von Montag an auf Leihbasis unterstützen. Auch der FC Schalke hat sich in München bedient und Alexander Baumjohann wieder nach Gelsenkirchen geholt. Zudem wechselt der frühere Bochumer Profi Edu zu den Schalkern, die seit dem 2. Januar im spanischen Chiclana trainieren. Für diese unerwartete Transferoffensive des finanziell klammen Revierclubs hatte sich Magath stark gemacht. «Eigentlich wollten wir ja erst Spieler verkaufen, bevor wir neue holen. Aber ich habe an Neujahr mit Clemens Tönnies telefoniert, und er hat mir ein wenig Geld für Zugänge zur Verfügung gestellt», kommentierte der Trainer. Herbstmeister Bayer Leverkusen hingegen nahm die Vorbereitung auf die Rückrunde in der Heimat auf. Dabei konnte Trainer Jupp Heynckes auch die zuletzt verletzten Simon Rolfes und Renato Augusto begrüßen. Damit hat der Coach weitere personelle Alternativen. «Wir haben durch die zurückgekehrten Spieler an Qualität dazu gewonnen und somit gute Voraussetzungen, uns in der Spitzengruppe zu etablieren», sagte Heynckes. Gleich sechs verletzte Spieler fehlten beim Trainingsauftakt der Frankfurter am Samstag. Dafür freute sich Coach Michael Skibbe vor dem Abflug in die Türkei am 4. Januar über die Vertragsverlängerung von Mittelfeldspieler Alexander Meier. Auch Borussia Dortmund konnte die Vorbereitungen nicht komplett aufnehmen. Neben Dimitar Rangelow, Tinga und Markus Feulner fehlt auch noch Sebastian Kehl, der in den nächsten beiden Wochen zu Reha-Maßnahmen in Los Angeles verweilt. Zudem ist Mohamed Zidan für den Afrika-Cup abgestellt. 1899 Hoffenheim musste zum Trainingsauftakt auf Chefcoach Ralf Rangnick verzichten. Der Fußball-Lehrer wird wegen einer schweren Erkrankung seines Vaters auch in den nächsten Tagen noch nicht die Trainingsleitung übernehmen. Co-Trainer Peter Zeidler übernimmt vorerst das Kommando. Als Letzter aus dem Tabellen-Keller startete Schlusslicht Hertha BSC. Dabei stellten sich die drei Neuzugänge Theofanis Gekas, Lewan Kobiaschwili und Roman Hubnik in Berlin vor. Gemeinsam mit dem genesenen Florian Kringe soll das Trio helfen, das «Wunder von Berlin» zu schaffen.
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