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Bundesligisten nach kurzer Pause wieder im Einsatz

Düsseldorf (dpa) - 03.01.2010, 16:58 Uhr

Bremens Trainer Thomas Schaaf freut sich auf das Trainingslager in der Sonne.
Bremens Trainer Thomas Schaaf freut sich auf das Trainingslager in der Sonne.

Nur zwei Wochen nach dem Ende der Hinrunde in der Fußball-Bundesliga haben alle 18 Erstligisten die Vorbereitung auf die Rückrunde aufgenommen. Als letzte Teams starteten Werder Bremen, 1899 Hoffenheim, Hertha BSC und Rekordmeister FC Bayern München ins Training.

Dabei verzichteten die Bremer wie tags zuvor der Hamburger SV und Meister VfL Wolfsburg auf Eis und Schnee und verlagerten ihr Arbeitsprogramm in sonnige Gefilde. Dabei hatten die Wolfsburger die weiteste Reise nach Südafrika angetreten, die Bremer bereiten sich in Dubai, der HSV in der Türkei vor. «Wenn man die Wetterlage sieht, kommt uns die Reise natürlich entgegen», sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf vor dem Abflug aus dem verschneiten Bremen.

Auch in diesem Jahr sorgten zu spät aus dem Heimaturlaub zurückgekehrte brasilianische Profis für erste Störungen des Betriebsfriedens. So trafen die Hamburger ohne Zé Roberto in der Türkei ein. «Ich bin enttäuscht, dass er nicht losgeflogen ist. Er wird dafür auf jeden Fall eine Geldstrafe bekommen», sagte Trainer Bruno Labbadia. Je länger der Star seinen Aufenthalt in Brasilien unentschuldigt verlängert, desto höher soll die Sanktion ausfallen.

Ein Profi gleichen Namens bereitet dem FC Schalke Ärger. Der Revierclub will mit juristischen Schritten gegen den abtrünnigen Zé Roberto vorgehen. Der bisher an Flamengo Rio de Janeiro ausgeliehene Mittelfeldspieler ist bisher entgegen einer Anordnung von Trainer Felix Magath nicht im Trainingslager in Chiclana (Spanien) erschienen. Zé Roberto steht «auf» Schalke bis 2011 unter Vertrag. Zwei Anfragen für ein weiteres Ausleihgeschäft von Flamengo sowie Cruzeiro Belo Horizonte soll Magath abgelehnt haben.

Vor der Reise nach Dubai befreite sich der FC Bayern von personellem Ballast. Ohne die vier Bankdrücker Luca Toni, Alexander Baumjohann, Breno und Andreas Ottl nimmt Trainer Louis van Gaal nach dem Trainingsaufgalopp im winterlichen München unter der wärmenden Sonne im Emirat am Persischen Golf endlich mit der von ihm erwünschten Kadergröße von nur 21 Profis sowie drei Nachwuchstalenten die Titeljagd ins Visier. «Mehr als 22 Profis sind nicht gut für Stimmung und Motivation», hatte van Gaal mehrfach betont.


Nicht zuletzt dank der Münchner Kaderverkleinerung nahm das Personalkarussell in der zweiten Transferperiode der Saison Fahrt auf. Weltmeister Toni kam bereits am 2. Januar in einem Testspiel für seinen neuen Club AS Rom zum Einsatz. Vor allem der vom Abstieg bedrohte 1. FC Nürnberg sicherte sich hochkarätige Unterstützung des FC Bayern. Sowohl der Brasilianer Breno als auch Andreas Ottl sollen die Franken von Montag an auf Leihbasis unterstützen.

Auch der FC Schalke hat sich in München bedient und Alexander Baumjohann wieder nach Gelsenkirchen geholt. Zudem wechselt der frühere Bochumer Profi Edu zu den Schalkern, die seit dem 2. Januar im spanischen Chiclana trainieren. Für diese unerwartete Transferoffensive des finanziell klammen Revierclubs hatte sich Magath stark gemacht. «Eigentlich wollten wir ja erst Spieler verkaufen, bevor wir neue holen. Aber ich habe an Neujahr mit Clemens Tönnies telefoniert, und er hat mir ein wenig Geld für Zugänge zur Verfügung gestellt», kommentierte der Trainer.

Herbstmeister Bayer Leverkusen hingegen nahm die Vorbereitung auf die Rückrunde in der Heimat auf. Dabei konnte Trainer Jupp Heynckes auch die zuletzt verletzten Simon Rolfes und Renato Augusto begrüßen. Damit hat der Coach weitere personelle Alternativen. «Wir haben durch die zurückgekehrten Spieler an Qualität dazu gewonnen und somit gute Voraussetzungen, uns in der Spitzengruppe zu etablieren», sagte Heynckes.

Gleich sechs verletzte Spieler fehlten beim Trainingsauftakt der Frankfurter am Samstag. Dafür freute sich Coach Michael Skibbe vor dem Abflug in die Türkei am 4. Januar über die Vertragsverlängerung von Mittelfeldspieler Alexander Meier. Auch Borussia Dortmund konnte die Vorbereitungen nicht komplett aufnehmen. Neben Dimitar Rangelow, Tinga und Markus Feulner fehlt auch noch Sebastian Kehl, der in den nächsten beiden Wochen zu Reha-Maßnahmen in Los Angeles verweilt. Zudem ist Mohamed Zidan für den Afrika-Cup abgestellt.

1899 Hoffenheim musste zum Trainingsauftakt auf Chefcoach Ralf Rangnick verzichten. Der Fußball-Lehrer wird wegen einer schweren Erkrankung seines Vaters auch in den nächsten Tagen noch nicht die Trainingsleitung übernehmen. Co-Trainer Peter Zeidler übernimmt vorerst das Kommando. Als Letzter aus dem Tabellen-Keller startete Schlusslicht Hertha BSC. Dabei stellten sich die drei Neuzugänge Theofanis Gekas, Lewan Kobiaschwili und Roman Hubnik in Berlin vor. Gemeinsam mit dem genesenen Florian Kringe soll das Trio helfen, das «Wunder von Berlin» zu schaffen.

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