Ex-Bundesligist Karlsruher SC gewann zwar bei Schlusslicht Rot Weiss Ahlen nach Toren von Lars Stindl (2) und Alexander Iaschwili mit 3:1, liegt aber elf Punkte hinter dem Tabellenzweiten FC St. Pauli, der sich beim 5:1 in Koblenz in Erstligaform präsentierte. Für Möchtegern-Aufsteiger TSV 1860 München ist der Zug in Richtung Bundesliga längst abgefahren - nach dem 1:0 bei Rot Weiß Oberhausen (Eigentor Marinko Miletic) können die «Löwen» immerhin Luft im Kampf um den Klassenverbleib holen. Erstliga-Absteiger Energie Cottbus fehlen nach dem 1:1 im Ostderby bei Union Berlin 13 Zähler auf Platz zwei. «Wir haben wirklich einen Lauf», stellte FCK-Mittelfeldspieler Georges Mandjeck nach dem fünften Sieg in Folge in Rostock treffend fest. Vom Aufstieg will Trainer Marco Kurz aber nicht reden, «denn wir haben noch viele Spiele vor der Brust». Der überragende Torwart Thomas Sippel und Torschütze Adam Nemec retteten den glücklichen Erfolg und neun Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. «36 Punkte, das ist schon eine sensationelle Ausbeute in diesem Moment», freute sich FCK- Vorstandschef Stefan Kuntz. Den Sieg musste Lautern teuer bezahlen. Mittelfeldspieler Bastian Schulz musste in der Schlussminute mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Platz getragen werden. Auch St. Pauli konnte den Kantersieg nicht ungetrübt genießen. Die Partie wurde von einem Unfall eines Pauli-Fans überschattet, der vor dem Anpfiff beim Überklettern der Tribünenzäune abstürzte und mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht wurde. «Ihm geht es den Umständen entsprechend gut», berichtete St. Paulis Trainer Holger Stanislawski. Die «Kiezkicker» hatten die Koblenzer nach allen Regeln der Kunst demontiert. «Das war eine Demütigung ersten Grades», sagte der maßlos enttäuschte TuS-Trainer Uwe Rapolder, der bei den Fans jeden Kredit verspielt hat. Aber der Coach hatte sogar Verständnis für die «Rapolder-Raus»-Rufe, «denn so können wir uns nicht verkaufen».
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