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Aachen siegt in Fürth - FCK und St. Pauli vorneweg

München (dpa) - 07.12.2009, 22:37 Uhr

Der Aachener Torwart Thorsten Stuckmann hält gegen Fürth das Tor sauber.
Der Aachener Torwart Thorsten Stuckmann hält gegen Fürth das Tor sauber.

Alemannia Aachen hat sich im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga etwas Luft verschafft, St. Pauli bleibt auch weiterhin ärgster Verfolger von Kaiserslautern im Kampf um die Herbstmeisterschaft.

«Wir haben sehr diszipliniert gespielt und unsere Ordnung eingehalten. Es war ein verdienter Sieg», betonte Alemannen-Trainer Michael Krüger. Patrick Milchraum (10. Minute) und Benjamin Auer (72.) trafen zum ersten Aachener Erfolg bei den Franken überhaupt. «Mein Team ist von Anfang an viel zu ängstlich aufgetreten, dabei wirkte auch die Alemannia nicht gerade sicher», kritisierte Fürths Coach Benno Möhlmann.

Überdies sah Greuthers Mittelfeldakteur Stephan Schröck in der Schlussminute noch die Gelb-Rote Karte. Dank des Befreiungsschlags überholte Aachen die SpVgg in der Tabelle und machte einen Sprung auf Platz zwölf. «Etwas Glück war heute auch dabei, aber das haben wir uns hart erarbeitet», erklärte Aachens Mittelfeldspieler Manuel Junglas.

Nach dem 1:0 bei Hansa Rostock kann sich der 1. FC Kaiserslautern bereits mit einem Sieg über TuS Koblenz vorzeitig zum «Winterkönig» krönen und langsam schon für die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus planen: Seit Einführung der eingleisigen zweiten Liga stand der Herbstmeister in acht von 16 Fällen auch nach 34 Spieltagen an der Tabellenspitze.

Von den prominenten Mitbewerbern um die Aufstiegsplätze halten nur Arminia Bielefeld trotz des bitteren 2:3 in Düsseldorf und der MSV Duisburg mit den Spitzenteams mit. Die seit sechs Spielen ungeschlagenen «Zebras» gewannen beim SC Paderborn mit 3:1 und kamen bis auf drei Punkte an den Aufstiegs-Relegationsplatz heran. «Erst in der zweiten Halbzeit war die Power da», sagte MSV-Trainer Milan Sasic nach dem dritten Auswärtssieg in Folge und geriet nach dem ersten Dreierpack von Ivica Grlic ins Schwärmen: «Er hat seine Qualitäten mit drei wunderschönen Toren gezeigt».


Ex-Bundesligist Karlsruher SC gewann zwar bei Schlusslicht Rot Weiss Ahlen nach Toren von Lars Stindl (2) und Alexander Iaschwili mit 3:1, liegt aber elf Punkte hinter dem Tabellenzweiten FC St. Pauli, der sich beim 5:1 in Koblenz in Erstligaform präsentierte. Für Möchtegern-Aufsteiger TSV 1860 München ist der Zug in Richtung Bundesliga längst abgefahren - nach dem 1:0 bei Rot Weiß Oberhausen (Eigentor Marinko Miletic) können die «Löwen» immerhin Luft im Kampf um den Klassenverbleib holen. Erstliga-Absteiger Energie Cottbus fehlen nach dem 1:1 im Ostderby bei Union Berlin 13 Zähler auf Platz zwei.

«Wir haben wirklich einen Lauf», stellte FCK-Mittelfeldspieler Georges Mandjeck nach dem fünften Sieg in Folge in Rostock treffend fest. Vom Aufstieg will Trainer Marco Kurz aber nicht reden, «denn wir haben noch viele Spiele vor der Brust». Der überragende Torwart Thomas Sippel und Torschütze Adam Nemec retteten den glücklichen Erfolg und neun Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. «36 Punkte, das ist schon eine sensationelle Ausbeute in diesem Moment», freute sich FCK- Vorstandschef Stefan Kuntz.

Den Sieg musste Lautern teuer bezahlen. Mittelfeldspieler Bastian Schulz musste in der Schlussminute mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Platz getragen werden. Auch St. Pauli konnte den Kantersieg nicht ungetrübt genießen. Die Partie wurde von einem Unfall eines Pauli-Fans überschattet, der vor dem Anpfiff beim Überklettern der Tribünenzäune abstürzte und mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht wurde. «Ihm geht es den Umständen entsprechend gut», berichtete St. Paulis Trainer Holger Stanislawski.

Die «Kiezkicker» hatten die Koblenzer nach allen Regeln der Kunst demontiert. «Das war eine Demütigung ersten Grades», sagte der maßlos enttäuschte TuS-Trainer Uwe Rapolder, der bei den Fans jeden Kredit verspielt hat. Aber der Coach hatte sogar Verständnis für die «Rapolder-Raus»-Rufe, «denn so können wir uns nicht verkaufen».

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