Barca «demütigt» Inter - Liverpool enttäuscht
Leipzig (dpa) - 25.11.2009, 13:19 Uhr
Pedro Rodriguez (l), Dani Alves (r) und Gerard Pique bejubeln das 2:0 für den FC Barcelona.
93 524 Fans im Camp Nou schmeichelten Samuel Eto'o vor Spielbeginn mit Applaus. Nach der 0:2-Pleite in der Fußball-Champions-League bei seinem ehemaligen Verein FC Barcelona war der Stürmer von Inter Mailand nur noch traurig. Die Angst vor dem Zwischenrunden-K.o. war ihm ins Gesicht geschrieben. Der spanische Titelverteidiger führt die Tabelle der Vorrunden-Gruppe F vor dem letzten Spieltag mit acht Punkten vor Inter (6), Rubin Kasan (6) und Dynamo Kiew (5) an. Alle haben noch Chancen auf einen Achtelfinal-Platz. Mailands nächster Gegner ist Kasan. Eto'o darf wenigstens noch hoffen. Der FC Liverpool, Champion von 2005, musste trotz des 1:0- Sieges gegen VSC Debrecen die Segel streichen. Eto'o machte sich nach der bitteren Niederlage selbst Mut. «Ich bin trotzdem zuversichtlich, dass wir uns qualifizieren», sagte er, «außerdem hoffe ich, dass Inter und Barca das Finale erreichen.» Noch kostete die Pleite in Barcelona nur Platz eins in der Tabelle.
Nach fünf erfolgreichen Jahren war der Kameruner im Tausch gegen Zlatan Ibrahimovic vor dieser Saison nach Mailand gewechselt und wird von den katalanischen Fans wie ein «verlorener Sohn» verehrt. Gegen spielerisch imponierende Spanier, die die angeschlagenen Stars Lionel Messi und Ibrahimovic schonten, gelang vor allem Eto'o wenig. Für das Team von Coach Josep Guardiola trafen Gerard Piqué (10.) und Pedro Rodriguez (26.). «Wenn meine Mannschaft so spielt, ist es eine Ehre ihr Trainer zu sein», sagte Guardiola stolz. «Das ist wirklich eine besondere Mannschaft», lobte Gäste-Trainer José Mourinho den FC Barcelona. Die spanische Zeitung «El Periodico de Catalunya» schrieb martialisch: «Barca demütigt Inter mit einem fußballerischen Kunstwerk. Guardiola erledigt den Mythos Mourinhos.» In Italien empörte sich «La Gazzetta dello Sport» über die Leistung der «Schwarz-blauen»: «Noch ist die Qualifikation nicht gefährdet, aber was war das für eine Lehrstunde.» |