Favoritenstürze im Pokal: Blamage für BVB und VfB
Düsseldorf (dpa) - 28.10.2009, 13:12 Uhr
Der Kölner Youssef Mohamad (r) jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 in Trier.
Grenzenloser Jubel in Osnabrück und Fürth, kein Ende der Leidenszeit beim VfB Stuttgart und Frust in Dortmund. Im ersten Teil des Pokal-Achtelfinals ließen die Außenseiter aufhorchen, die Favoriten blamierten sich. «Der Wahnsinn geht weiter. Was hier abgeht, das ist unbeschreiblich», jubelte VfL Osnabrücks Trainer Karsten Baumann nach dem 3:2-Triumph gegen Borussia Dortmund. Für Stuttgarts Coach Markus Babbel hingegen war die 0:1-Niederlage beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth möglicherweise das letzte Spiel als Trainer der Schwaben. «Für mich wird es langsam eng. Ich hoffe, dass der Verein weiter hinter mir steht», sagte Babbel. Als einziger Bundesligist konnte sich der 1. FC Köln beim Regionalligisten Eintracht Trier problemlos mit 3:0 durchsetzen. Ein Fußballfest feierte der FC Augsburg mit einer beeindruckenden Vorstellung beim 5:0-Erfolg gegen den Liga-Konkurrenten MSV Duisburg.
Babbel verschwand nach der Schmach gegen Fürth mit versteinerter Miene in den Katakomben des Playmobil-Stadions. Nach sechs Spielen in Serie ohne Sieg und den Partien gegen Bayern München und beim FC Sevilla vor Augen gehen dem VfB-Trainer die Argumente aus. «Ich kann nur, so lange ich tätig bin, alles dafür tun, dass die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur kommt», meinte Babbel. Treuebekenntnisse für den Coach gab es nicht. «Ich weiß nicht, ob es nur Pech ist, was wir haben», sagte Sportvorstand Horst Heldt. Entschieden wurde die Partie vor 11 800 Zuschauern schon nach einer halben Stunde durch den Treffer von Bernd Nehrig. Damit haben die Franken erstmals seit fünf Jahren wieder das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht. Zudem darf sich der Club über knapp zwei Millionen Euro freuen. «Das war wirtschaftlich der wichtigste Sieg der letzten zehn Jahre», befand Präsident Helmut Hack. |