Werder will mit Sieg gegen Inter ins Achtelfinale
Bremen (dpa) - 23.11.2004, 18:22 Uhr
Bremens Mittelfeldspieler Fabian Ernst am 25. September im Bochumer Ruhrstadion.
Beim Tanz auf drei Hochzeiten macht Werder Bremen auf internationalem Parkett die bessere Figur. In der Liga auf Platz acht nur Mittelmaß, winkt dem deutschen Meister in der Champions League mit einem Sieg gegen Inter Mailand der vorzeitige Einzug in das Achtelfinale. «Das ist unser Ziel, denn dann können wir uns bis Ende Februar ganz auf die Bundesliga konzentrieren», sagte Geschäftsführer Klaus Allofs vor der Partie gegen die schon qualifizierten Italiener. Die Bremer können ihr letztes Heimspiel in der Gruppenphase im ausverkauften Weserstadion in Bestbesetzung bestreiten. Stürmer Miroslav Klose signalisierte nach dem Training grünes Licht. «Es sieht sehr viel besser aus. Ich kann auflaufen», sagte der treffsichere Nationalspieler. Noch am Vortag musste er nach einem Zweikampf mit Pekka Lagerblom mit einem lädierten Fußgelenk das Training abbrechen, unterstrich aber seinen großen Ehrgeiz: «Ich will unbedingt spielen, notfalls sogar mit einem Bein in Gips.» Das internationale Kräftemessen kommt den Werder-Profis gerade Recht. Es lenkt von den Problemen in der Bundesliga ab, wo es derzeit nicht rund lauft. Über die 1:2-Pleite in Bielefeld wird nicht mehr geredet. «Jetzt zählt noch nur Mailand», sagte Nationalspieler Fabian Ernst. Eine Methode, die bisher gut funktionierte. Nach mäßigen Spielen in der Bundesliga folgten zumeist Gala-Auftritte in der «Königsklasse», wo die Bremer mit 9 Punkten hinter Mailand (10) und vor dem FC Valencia (4) auf Platz zwei der Gruppe G liegen.
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Trainer Thomas Schaaf macht es sich nicht so einfach. Ihn ärgern die Abwehrfehler, die in der Bundesliga einige Punkte gekostet haben. Deshalb denkt er über personelle Änderungen nach, zumal auch die Verletztenliste erheblich kleiner geworden ist. «Wir haben inzwischen mehrere Möglichkeiten», sagte Schaaf. Möglicherweise rückt der Finne Petri Pasanen in die Viererkette. Dort spielte er bereits beim 0:2 in Mailand. Dafür könnte Mannschaftskapitän Frank Baumann im Mittelfeld spielen. Auch der ehrgeizige Schweizer Ludovic Magnin empfahl sich im Training für einen Einsatz. Im Angriff sitzt nach der Rückmeldung von Klose der von Ajax Amsterdam umworbene Angelos Charisteas zunächst auf der Bank. Für den mit seiner Reservistenrolle unzufriedenen griechischen EM-Held will Ajax angeblich fünf Millionen Euro zahlen. Das wollte Manager Allofs aber so nicht gelten lassen. «Es gibt definitiv keine Anfrage für Charisteas. Wir wollen ihn auch behalten», sagte der frühere Nationalspieler. |