Pokal-Blamage für Mainz - «Wölfe» und Bayer weiter
Hamburg (dpa) - 31.07.2009, 23:05 Uhr
Die Wolfsburger Grafite (r) und Edin Dzeko jubeln über den Sieg des VfL Wolfsburg.
Bundesliga-Aufsteiger FSV Mainz 05 hat sich in der ersten Runde des DFB-Pokals blamiert. Die Rheinhessen, im Vorjahr erst im Halbfinale gescheitert, verloren beim Viertligisten VfB Lübeck mit 1:2 nach Verlängerung und schieden als erster Club aus dem Fußball-Oberhaus aus. Dagegen gaben sich Meister VfL Wolfsburg und Vorjahres-Finalist Bayer Leverkusen keine Blöße und zogen in Runde zwei ein. Die «Wölfe» gewannen bei Zweitliga-Absteiger SV Wehen Wiesbaden mit 4:1, die Werkself setzte sich beim SV Babelsberg 03 mühevoll mit 1:0 durch. Während mit dem FC Augsburg (2:1 beim FC Ingolstadt 04) und dem 1. FC Kaiserslautern (1:0 bei Eintracht Braunschweig) zwei Zweitligisten weiterkamen, blieb Hansa Rostock mit 1:2 beim VfL Osnabrück auf der Strecke. Jakob Sachs machte mit seinem Treffer in der 94. Minute die umjubelte Pokal-Sensation an der Lübecker Lohmühle perfekt. Zwar hatte Nico Bungert (19.) die Mainzer programmgemäß in Führung gebracht, doch danach beschränkte sich die Elf von Jörn Andersen nur noch darauf, den Vorsprung gegen den Nord-Regionalligisten zu verwalten. Die Strafe folgte mit dem Ausgleich durch Nico Schrum (57.), der aus 18 Metern in den Torwinkel traf und sein Team in die Verlängerung schoss.
Im ersten Pflichtspiel unter Magath-Nachfolger Armin Veh ließen die Wolfsburger nichts anbrennen. Als Bundesliga-Toptorjäger Grafite in der 25. Minute das 1:0 gelang, war der Bann gebrochen. Zvjezdan Misimovic (41./56.) und Edin Dzeko (51.) sorgten für ein standesgemäßes Resultat. Für die Wiesbadener traf Steffen Bohl (62.). Ein weiteres Gegentor vereitelte VfL-Keeper Diego Benaglio, als er einen Foulelfmeter von Marcel Ziemer parierte (52.). Lange Zeit kein Ruhmesblatt war Leverkusens Auftritt vor den Toren Berlins. Zwar war Bayer in Babelsberg die spielbestimmende Mannschaft, doch im Abschluss blieb die Werkself harmlos. Als Meister im Vergeben von Torchancen erwies sich eine Halbzeit lang vor allem Theofanis Gekas. Erst der eingewechselte Eren Derdiyok (67.) erlöste Bayer-Coach Jupp Heynckes. |